REZEPTURERSTELLUNG/ UMSETZUNG


Wer erstellt Rezepturen für RSS Flüssigboden?

  • Bis 31.12.2012 hat die PROV Produktions- und Vertriebsgesellschaft RSS Flüssigboden Rezepturen erstellt.
  • Seit dem 01.01.2013 weden RSS Flüssigboden Rezepturen durch die FiFB GmbH und Logic Logistic Engeneering GmbH erstellt.

   05.01.2017

Wie sind die Preise zur Rezepturerstellung für RSS Flüssigboden?

   02.01.2017

Wie ist das Procedere einer Rezepturerstellung für RSS Flüssigboden?

  • Das FiFB erhält durch den Auftraggeber eine ausreichende Menge Ausgangsmaterial (je nach Anforderung mindestens ca. 10-100 Liter, mit zugehörigem Probenahmeprotokoll) und den einzusetzenden Zement (mindestens ca.1 kg CEM I R ). Dazu werden uns die gewünschten Sollwerte übermittelt. Hierfür nutzen Sie das Formular „Rezepturspezifikation“. Neben Ihren Sollwerten sind auch die von uns für das Produkt Flüssigboden vorgegebenen Sollwerte relevant. Jetzt Stellen wir im Erdlabor Flüssigboden her, überprüfen die Verarbeitbarkeit und testen unsere erstellten Prüfkörper. Sind die Ergebnisse entsprechend den Vorgaben, erhalten Sie eine vorläufige Rezeptur in Papierform. Ein Mitarbeiter unseres Unternehmens stellt die Rezeptur bei Ihnen ein. (In Ausnahmefällen erfolgt die Einstellung telefonisch). Bei der Einstellung kann es Abweichungen zu den Laborbedingungen geben. Daher werden erneut Prüfkörper entnommen und überprüft. Sind die Ergebnisse der Rezeptureinstellung wie gefordert, so erhalten Sie eine angepasste Rezeptur. Die Funktionalität/Qualität der Rezeptur/Herstellung wird per Erstprüfung/Eigenüberwachung/Fremdüberwachung sichergestellt. Zur Probenahme des fertigen Flüssigbodens nutzen wir das Protokoll „FB_Probenahme_FiFB“.

   05.01.2017

Wie wird die Eigenfeuche vom Ausgangsmaterial zur Herstellung von RSS Flüssigboden berechnet?

  • Eigenfeuchte [%] = 100 x (Masse feucht - Masse trocken) / Masse trocken

   04.01.2017

Wie oft ist die Eigenfeuchte des Ausgangsmaterials zu bestimmen?

  • 1x täglich und bei offensichtlicher Änderung der Eigenfeuchte, z.B durch Regen, Austrocknung, Durchmischung...

   05.01.2017

Wie oft ist das Ausbreitmaß des Flüssigbodens zu bestimmen?

  • Mindestens 1x täglich zu Beginn der Herstellung.
  • Bei offensichtlichen Änderungen.

   05.01.2017

Was bedeuten kp und kf auf meiner Rezeptur, z.B. bei der Angabe der Rezepturnummer 199-15 kf oder 199-15 kp?

  • Es handelt sich um die Angabe von Konsistenzbereichen, also Viskositäten.
  • kp: Konsistenz plastisch
  • kf: Konsistenz fließfähig
  • Tipp: Nicht zu verwechseln mit dem kf-Wert, welcher ein Maß für die Wasserdurchlässigkeit ist.

   06.01.2017

Was bedeuten GE, GW, GI, SE, SW, SI, SU, SU*, ST, ST*, GU, GU*, GT, GT*,  UL, UM, UA, TL, TM, TA auf einer RSS Flüssigboden Rezeptur?

  • Es handelt sich um die Kurzzeichen für Bodengruppen nach DIN 18196.

   10.01.2017

Was ist eine Fernwärmerezeptur?

  • Es handelt sich um eine Rezeptur die für eine spezielle Anwendung konzipiert wurde. Spezielle Eigenschaften wie z. B. eine maximale Haftreibung sind gefordert. Ggf. sind spezielle Compoundsorten einzusetzen.

   10.01.2017

Was ist eine Immobilisierungsrezeptur?

  • Es handelt sich um eine spezielle Rezeptur, die bei belastetem Ausgangsmaterialien eingesetzt wird. Rezepturersteller für Immobilisierungsrezepturen ist die Logic Logistic Engineering GmbH. Ggf. sind spezielle Compoundsorten einzusetzen.

   10.01.2017

Was ist eine thenmisch-stabilisierende Rezeptur?

  • Es handelt sich um eine Rezeptur die für eine spezielle Anwendung konzipiert wurde. Spezielle Eigenschaften wie z. B. hohe Wärmeleitfähigkeit oder gute Wärmeübergänge sind gefordert. Ggf. sind spezielle Compoundsorten einzusetzen.

   10.01.2017

Was ist eine Rezeptur zur mineralischen Kapselung?

  • Es handelt sich um eine Rezeptur die für eine spezielle Anwendung konzipiert wurde. Spezielle Eigenschaften wie z. B. ein geringer kf-Wert (Wasserdurchlässigkeit) sind gefordert.

   10.01.2017

Was ist eine wurzelabweisende Rezeptur?

  • Es handelt sich um eine Rezeptur die für eine spezielle Anwendung konzipiert wurde. Spezielle Eigenschaften wie die Reduzierung von Grob- und Mittelporen sowie eine um ca. 30 % größere Festigkeit gegenüber dem Umgebungsboden sollen Wegbarkeiten erschweren und das Wasserdargebot soweit reduzieren, das sich Pflanzenwurzeln andere Wegsamkeiten suchen.

   11.01.2017

Was ist eine Winterrezeptur?

  • Es handelt sich um eine Rezeptur die für niedrige Temperaturbereiche konzipiert ist. Soll auch bei winterlichen Temperaturen RSS Flüssigboden hergestellt werden, so empfehlen wir die Nutzung einer Winterrezeptur. Hier werden die Menge der Zuschlagstoffe, das Ausbreitmaß sowie ggf. die Art des Zementes an winterlichen Bedingungen angepasst, um die Verarbeitung zu gewährleisten/optimieren. Diese Winterrezepturen sind nicht über +5°C einzusetzen.
  • Tipp: Möchten Sie eine Winterrezeptur nutzen, achten Sie auch auf den zugelassenen Temperaturbeich ihrer Anlagentechnik.

   11.01.2017

Wie ist das Verhältnis EV2/EV1 bei RSS Flüssigboden?

  • RSS Flüssigboden hat eine relativ große Elastizität. Daher ist insbesondere bei relativ weichen Flüssigböden das Verhältnis EV2/EV1 häufig größer als 2,5. Besteht die Anforderung, dass das Verhältnis EV2/EV1 < 2,5 sein muss, so ist dieses bitte unbedingt auf der Rezepturspezifikation anzugeben. Ggf. müssen Rezepturen mit größeren Festigkeiten/Tragfähigkeiten genutzt werden. Es ist zu prüfen, ob ggf. auch höhere Verhältniswerte zulässig sind, wenn z.B. der Ev1-Wert bereits 60 % des EV2-Werts beträgt und ob diese Sollwerte noch mit anderen Sollwerten der Rezeptur zusammenpassen.

   11.01.2017

Wie werden Rezepturen für RSS Flüssigboden bei heterogenen Bodenarten umgesetzt?

  • Konzepte werden durch den qualifizierten Fachplaner festgelegt. Wenden Sie sich z.B. an Logic Logistic Engineering GmbH.
  • Möglichkeit 1: Bildung eines Haufwerkes für den gesamten Bauabschnitt, Homogenisieren/Aufbereiten des Materials und Verarbeitung mittels einer Rezeptur. -> Umsetzung einfach, Lagerhaltung schwierig, Vorlaufzeit erforderlich, eine Rezeptur im Vorfeld notwendig.
  • Möglichkeit 2: Bildung mehrerer Haufwerke (Stockhaltung), Homogenisieren/Aufbereiten des jeweiligen Materials und Verarbeitung mittels jeweils einer Rezeptur. -> Umsetzung insbesondere bei ähnlichen Böden sehr schwierig, Bodentrennung und gute Kenntnisse in Bodenansprache erforderlich, mehrere Rezepturen im Vorfeld notwendig.
  • Möglichkeit 3: Bildung eines Haufwerkes für einen bestimmten Teilabschnitt, Homogenisieren/Aufbereiten des Materials für den Teilabschnitt und Verarbeitung mittels jeweils einer Rezeptur. -> Umsetzung schwierig, Lagerhaltung schwierig, Vorlaufzeit erforderlich, mehrere Rezepturen im Vorfeld notwendig.
  • Möglichkeit 4: Bildung mindestens zweier Haufwerke. Ein Haufwerk für aktuelle Umsetzung und ein Haufwerk für Umsetzung  innerhalb der nächste Tage. Vorhaltung von Material für ca. 3 Tage bis 1 Woche. Telefonische Rezepturerstellung (FiFB-Mischmeister) für jedes neue Haufwerk, mindestens einen Tag vor Verarbeitung.  -> Umsetzung einfach, Lagerhaltung einfach, Vorlaufzeit erforderlich, mehrere Rezepturen im Vorfeld notwendig, Erstellung einer Rezepturmatrix im Vorfeld erforderlich, telefonischer Support erforderlich (Aufwand FiFB ca. 1/2 - 1 h pro Rezeptur), Mithilfe Mischmeister bei Rezepturerstellung erforderlich (1/2 h pro Rezeptur). Umsetzung ist aufwendig, jedoch gut praktikabel.
  • Möglichkeit 5: Bildung mehrerer Haufwerke (Stockhaltung), schichtenweiser Aus- und Wiedereinbau. Homogenisieren/Aufbereiten des jeweiligen Materials und Verarbeitung mittels jeweils einer Rezeptur. -> Umsetzung je nach Geologie schwierig bis nahezu unmöglich. Bodentrennung und gute Kenntnisse in Bodenansprache erforderlich, mehrere Rezepturen im Vorfeld notwendig. Von dieser Variante wird abgeraten.

   10.01.2017