Flüssigboden Projekte

Aufgrund der großen Anzahl von Projekten kann hier nur eine Auswahl dargestellt werden.

 

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Freiburg Winden - Gewässerquerung Geoponton

Projektüberblick – Winden Elzquerung B 294 mit Flüssigboden
Im Zuge des Neubaus der Ortsumfahrung Winden (B 294) wurde die Ableitung des Regenklärbeckens Ost einschließlich der Querung des Fließgewässers Elz sowie weiterer tiefliegender Leitungsabschnitte umgesetzt.

Die Maßnahme erfolgte unter äußerst anspruchsvollen geotechnischen und hydrogeologischen Randbedingungen im Grundwasser und im Bereich eines Fließgewässers.

Ziel war die Entwicklung einer technisch sicheren, wasserdichten und umweltverträglichen Bauweise durch den Einsatz des RSS-Flüssigbodenverfahrens unter weitgehender Wiederverwendung des anstehenden Bodens.
Besondere Herausforderungen
  • Herstellung von Baugruben und Leitungsgräben im Grundwasser und direkt im Fließgewässer Elz.
  • Stark schwankende Wasserstände mit temporären Überflutungen.
  • Sehr ungünstige Baugrundverhältnisse mit groben Blocklagen und inhomogenen Schichten.
  • Beengte Platzverhältnisse entlang der Trasse.
  • Vermeidung großflächiger Wasserhaltungsmaßnahmen mit Auswirkungen auf Umwelt und Standsicherheit.
  • Hohe Anforderungen an Bauzustandssicherheit bei abschnittsweiser Herstellung.
  • Einhaltung der Vorgaben aus BBodSchG, VwV Boden und Kreislaufwirtschaftsgesetz.
  • Sicherstellung eines stabilen Bauablaufs trotz wechselnder Bauphasen und Hochwasserereignisse.
Technisches Lösungskonzept
  • Ganzheitliches Bauverfahren auf Basis des RSS-Flüssigbodens.
  • Herstellung von Geopontons als Baugrubenverbau, Abdichtung und tragendes Element.
  • Abschnittsweise Herstellung im Grundwasser und unter Wasser im Kontraktorverfahren.
  • Monolithischer Flüssigbodenkörper zur Unterbindung von Wasserzutritten und zur Lastabtragung.
  • Innenaushub nach Rückverfestigung zur Herstellung trockener Bauzustände.
  • Rohrverlegung unter kontrollierten Bedingungen mit anschließender Verfüllung durch Flüssigboden.
  • Gewässerverträgliche Elzquerung ohne massive Eingriffe in das Flussbett.
  • Substitution von Spundwänden, Dichtwänden, Betonbauwerken und Wasserhaltungen.
Fachplanerische Leistungen
  • Geotechnische und hydraulische Nachweise für alle Bauzustände.
  • Standsicherheitsnachweise im Grenzzustand der Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit.
  • Numerische Untersuchungen zu Verformungen, Auftrieb und Lastumlagerungen.
  • Berücksichtigung von Lasten aus Bauverkehr, Geräten und Erdüberlagerungen.
  • Hydrogeologische Bewertung der Wechselwirkungen zwischen Bauwerk, Grundwasser und Fließgewässer.
  • Entwicklung eines Baukonzepts ohne dauerhafte Wasserhaltung.
  • Integration von Umwelt-, Wasser- und Straßenbaurecht.
  • Abstimmung der Bauabläufe zur Sicherstellung eines stabilen Baufortschritts.
FiFB-Leistungen
  • Entwicklung standortspezifischer Flüssigbodenrezepturen aus dem anstehenden Boden.
  • Einstellung von E-Modul, Scherfestigkeit, Durchlässigkeit und Rückverfestigungsverhalten.
  • Sicherstellung einer schwindungsfreien und setzungsarmen Bauweise.
  • Einsatz als tragendes Element, Abdichtung, Baugrubenverbau und Bettungsmaterial.
  • Qualitätssicherung durch Rezepturfreigaben, Probekörperprüfungen und baubegleitende Dokumentation.
  • Maximale Wiederverwendung des Aushubmaterials zur Ressourcenschonung.
FB-Anwendungsbereiche
  • Leitungsbau und Gewässerquerungen im Grundwasser und in Fließgewässern.
  • Baugruben unter hydrogeologisch anspruchsvollen Bedingungen.
  • Projekte mit hohen Anforderungen an Umweltverträglichkeit und Bauzustandssicherheit.
  • Anwendungen mit Fokus auf Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung.
  • Ersatz konventioneller Bauweisen wie Spundwände, Betonbauwerke und Bodenaustausch.


Offenburg Fernwärme Berliner Straße

Projektüberblick – Offenburg Berliner Straße Fernwärmetrasse mit Flüssigboden
Im innerstädtischen Bereich der Berliner Straße in Offenburg wurde eine Fernwärmetrasse unter anspruchsvollen technischen, umweltrechtlichen und baubetrieblichen Randbedingungen realisiert.

Die Maßnahme erfolgte in einem dicht bebauten Umfeld mit begrenztem Bauraum, sensibler Nachbarschaft und teilweise kontaminierten Böden.

Ziel war die Entwicklung einer technisch sicheren, wirtschaftlichen und anwohnerfreundlichen Bauweise durch vollständigen Einsatz des RSS-Flüssigbodenverfahrens unter Wiederverwendung des anstehenden Bodens.
Besondere Herausforderungen
  • Innerstädtische Trassenführung mit sehr begrenztem Bauraum.
  • Hohe Anforderungen durch dichte Anwohnerbebauung.
  • Teilweise kontaminierte Böden im Trassenbereich.
  • Notwendigkeit schmaler Gräben zur Minimierung von Eingriffen in Verkehrsflächen und Leitungsbestand.
  • Anforderungen an schwingungsarmen und lärmmarmen Bauablauf.
  • Hohe Beanspruchungen im Rohrsystem durch Längs- und Querkräfte.
  • Begrenzte Überdeckungen und ungünstige geometrische Randbedingungen.
  • Erfordernis eines getakteten Bauablaufs mit kurzen offenen Grabenlängen.
Technisches Lösungskonzept
  • Vollständiger Einsatz des RSS-Flüssigbodenverfahrens für Bettung, Ummantelung und Verfüllung.
  • Herstellung der Trasse in schmalen, abschnittsweisen Gräben im getakteten Bauablauf.
  • Wiederverwendung des kontaminierten Bodens durch materialtechnische Aufbereitung.
  • Schwingungsarmer und nahezu erschütterungsfreier Einbau ohne Verdichtungsgeräte.
  • Hohlraumfreie und setzungsarme Einbindung der Rohrleitungen.
  • Definierte und planbare Rohr-Boden-Interaktion.
  • Reduktion offener Grabenlängen für höhere Anwohnerfreundlichkeit.
  • Sichere Lastabtragung durch gezielt eingestellte Reibungs- und Schubparameter.
Fachplanerische Leistungen
  • Definition projektspezifischer Reibungs- und Schubparameter für die Rohr-Boden-Interaktion.
  • Einstellung der Schubspannungen zur sicheren Lastübertragung bei gleichzeitiger Begrenzung der Rohrbeanspruchung.
  • Sicherstellung dauerhaft wirksamer Mantelreibung zur Begrenzung der Rohrlängsdehnung.
  • Vermeidung von Zwangsspannungen im Rohrsystem.
  • Nutzung der Tonmineralogie des örtlichen Bodens zur Ausbildung von Kohäsion und Ersatzreibungswinkel.
  • Ausbildung einer Gewölbewirkung im Verfüllmaterial mit reduzierten Überdeckungen und größeren Festpunktabständen.
FiFB-Leistungen
  • Entwicklung projektspezifischer Flüssigbodenrezepturen aus dem örtlichen, teilweise kontaminierten Boden.
  • Einstellung und Nachweis relevanter Materialparameter wie Kohäsion, E-Modul, Scherfestigkeit und Durchlässigkeit.
  • Sicherstellung eines schwindungsfreien, setzungsarmen und bodenähnlichen Materialverhaltens.
  • Dauerhafte Sicherstellung definierter Reibkräfte entlang der Trasse.
  • Qualitätssicherung durch Vorversuche, Zielparameterdefinition und baubegleitende Kontrolle.
FB-Anwendungsbereiche
  • Innerstädtische Fernwärme- und Medienleitungen.
  • Trassenbau in kontaminierten Böden.
  • Projekte mit hohen Anforderungen an Schwingungs- und Lärmschutz.
  • Bauvorhaben mit Fokus auf Bauzeitverkürzung und Anwohnerverträglichkeit.
  • Ersatz konventioneller Sand- und Kiesverfüllungen.
  • Optimierung komplexer Rohrführungssysteme.


SAP Walldorf Fernwärme

Projektüberblick – SAP Walldorf Fernwärmeausbau mit Flüssigboden
Im Rahmen des Fernwärmeausbaus am Standort SAP Walldorf wurden Leitungsgräben unter anspruchsvollen bodenschutz- und abfallrechtlichen Randbedingungen hergestellt.

Der anstehende Boden war teilweise anthropogen beeinflusst und wies erhöhte Schadstoffgehalte auf.

Ziel war eine technisch sichere, wirtschaftliche und rechtssichere Lösung, bei der der vorhandene Boden vollständig in den Bauprozess integriert und als Ressource genutzt wird.
Besondere Herausforderungen
  • Umgang mit kontaminierten Böden im Wirkungspfad Boden–Grundwasser.
  • Vermeidung schädlicher Bodenveränderungen gemäß BBodSchG.
  • Einhaltung des Verschlechterungsverbots.
  • Abfallrechtliche Einordnung des Aushubs.
  • Vergaberechtliche Anforderungen an Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung.
  • Technische Anforderungen an Fernwärmeleitungen (KMR-Systeme).
  • Vermeidung hydraulisch bevorzugter Strömungsbahnen entlang der Trasse.
  • Wirtschaftliche Umsetzung im Vergleich zur konventionellen Sandbettung.
Technisches Lösungskonzept
  • Einsatz des RSS-Flüssigbodenverfahrens unter Nutzung des belasteten Ausgangsbodens.
  • Materialtechnische Aufbereitung und Wiedereinbau als definierter Verfüllbaustoff.
  • Funktionale Integration von Bettung, Hüllmaterial und Verfüllung in einem System.
  • Immobilisierung von Schadstoffen im Materialgefüge.
  • 360°-Umschluss der KMR-Leitungen ohne Ringspaltbildung.
  • Hohlraumfreie, setzungsarme Einbettung mit homogener Lastverteilung.
  • Vermeidung einer linienhaften Drainagewirkung im Vergleich zur Sandbettung.
Fachplanerische Leistungen
  • Einordnung der Maßnahme in die Abfallhierarchie gemäß KrWG.
  • Nachweis der Abfallvermeidung durch direkte Wiederverwendung vor Ort.
  • Bodenschutzrechtliche Bewertung und Nachweisführung gemäß BBodSchG.
  • Prüfung von Eluatwerten und Einhaltung der BBodSchV.
  • Bewertung der Schadstoffmobilität und Vermeidung zusätzlicher Transportpfade.
  • Abstimmung mit Behörden und Entwicklung eines genehmigungsfähigen Gesamtkonzepts.
  • Berücksichtigung vergaberechtlicher Anforderungen gemäß GWB.
FiFB-Leistungen
  • Entwicklung projektspezifischer Flüssigbodenrezepturen aus belastetem Boden.
  • Durchführung von Immobilisierungsnachweisen und Eluatprüfungen.
  • Einstellung definierter Materialparameter wie Festigkeit, Steifigkeit und Mantelreibung.
  • Sicherstellung einer kontrollierten Festigkeitsentwicklung und Dauerhaftigkeit.
  • Aufbau eines Qualitätssicherungs- und Dokumentationskonzepts.
  • Enge Abstimmung mit Behörden und Fachgutachtern.
FB-Anwendungsbereiche
  • Fernwärmetrassen in belasteten oder kontaminierten Böden.
  • Infrastrukturprojekte mit sensiblen Wirkungspfaden Boden–Grundwasser.
  • Maßnahmen im Anwendungsbereich des BBodSchG.
  • Projekte mit Fokus auf Abfallvermeidung und Kreislaufwirtschaft.
  • Nachhaltige Leitungs- und Trassenbauprojekte.


Burkheim - Deichsanierung Flüssigboden Durchlauf

Projektüberblick – Gummersbach Ackermann-Areal Quartier 3 Baugrubensicherung und Gründung
Im innerstädtischen Bereich von Gummersbach wurde für das Ackermann-Areal in Quartier 3 eine Baugrubensicherung sowie eine tragfähige Gründung für Haus A und Haus C unter komplexen Baugrundverhältnissen realisiert.

Die Maßnahme erforderte eine sichere und wirtschaftliche Lösung zur Beherrschung geringer Tragfähigkeiten sowie zur Minimierung von Setzungen.

Ziel war die Entwicklung eines integrierten Systems aus RSS-Wand, RSS-Säulen und RSS-Flüssigbodenbodenplatte zur vollständigen Substitution konventioneller Tiefgründungs- und Verbausysteme.
Besondere Herausforderungen
  • Gering tragfähige Auffüllungen und Hanglehme mit erhöhtem Setzungsrisiko.
  • Erfordernis einer Lastabtragung bis in den tragfähigen Felszersatz.
  • Beengte innerstädtische Platzverhältnisse.
  • Ursprünglich vorgesehene konventionelle Bauweisen wie Trägerbohlwände, Bohrpfähle und Düsenstrahlverfahren.
  • Hohe Anforderungen an Standsicherheit, Gebrauchstauglichkeit und Setzungsbegrenzung.
  • Zusätzliche Anforderungen an Nachhaltigkeit und Genehmigungsfähigkeit.
Technisches Lösungskonzept
  • Entwicklung eines integrierten RSS-Gesamtsystems aus RSS-Wänden, RSS-Säulen und RSS-Flüssigbodenbodenplatte.
  • Einsatz der RSS-Wände zur Baugrubensicherung und Abfangung von Geländesprüngen.
  • Ausbildung von RSS-Säulen zur gezielten Lastabtragung in den Felszersatz.
  • Nutzung der RSS-Bodenplatte zur homogenen Lastverteilung.
  • Verwendung der RSS-Wände zusätzlich als verlorene Schalung.
  • Getaktete Herstellung im Kontraktorverfahren.
  • Zeitlich abgestimmtes Verfüllen zur Vermeidung von Hohlräumen.
  • Vollständiger Rückbau temporärer Stahlträger nach Erfüllung ihrer Tragfunktion.
Fachplanerische Leistungen
  • Erstellung eines 3D-FEM-Modells mit PLAXIS zur Standsicherheitsanalyse sowie zur Bewertung von Spannungen und Verformungen.
  • Nachweisführung im Grenzzustand der Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit.
  • Nachweis der Spannungsumlagerung zwischen RSS-Säulen und Felszersatz.
  • Definition projektspezifischer Zielparameter wie E-Modul, Scherfestigkeit und Rückverfestigungsverhalten.
  • Anpassung der Geometrie und Tiefe der RSS-Säulen an die tatsächlichen Baugrundverhältnisse.
  • Integration geotechnischer Gutachten in die Gesamtplanung.
FiFB-Leistungen
  • Entwicklung maßgeschneiderter Flüssigbodenrezepturen aus dem örtlichen Aushubboden.
  • Steuerung des Spannungs-Verformungs-Verhaltens von RSS-Wänden, RSS-Säulen und RSS-Bodenplatte.
  • Umsetzung eines umfassenden Qualitätssicherungskonzepts.
  • Penetrometermessungen zur Freigabe der seitlichen Abgrabung.
  • Dokumentation der Rückverfestigung, Einbautagebücher und Prüfprotokolle.
  • Haftungsrelevante Freigabe der Rezepturen.
FB-Anwendungsbereiche
  • Baugrubensicherung im innerstädtischen Raum.
  • Bodenverbesserung bei gering tragfähigen Baugrundschichten.
  • Ersatz von Trägerbohlwänden, Bohrpfählen und Düsenstrahlverfahren.
  • Projekte mit hohen Anforderungen an Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Rechtssicherheit.


Gummersbach - RSS Wand und Bodenplatte und Tiefgründung

Projektüberblick – Gummersbach Ackermann-Areal Quartier 3 Baugrubensicherung und Gründung
Im innerstädtischen Bereich von Gummersbach wurde für das Ackermann-Areal in Quartier 3 eine Baugrubensicherung sowie eine tragfähige Gründung für Haus A und Haus C unter komplexen Baugrundverhältnissen realisiert.

Die Maßnahme erforderte eine sichere und wirtschaftliche Lösung zur Beherrschung geringer Tragfähigkeiten sowie zur Minimierung von Setzungen.

Ziel war die Entwicklung eines integrierten Systems aus RSS-Wand, RSS-Säulen und RSS-Flüssigbodenbodenplatte zur vollständigen Substitution konventioneller Tiefgründungs- und Verbausysteme.
Besondere Herausforderungen
  • Gering tragfähige Auffüllungen und Hanglehme mit erhöhtem Setzungsrisiko.
  • Erfordernis einer Lastabtragung bis in den tragfähigen Felszersatz.
  • Beengte innerstädtische Platzverhältnisse.
  • Ursprünglich vorgesehene konventionelle Bauweisen wie Trägerbohlwände, Bohrpfähle und Düsenstrahlverfahren.
  • Hohe Anforderungen an Standsicherheit, Gebrauchstauglichkeit und Setzungsbegrenzung.
  • Zusätzliche Anforderungen an Nachhaltigkeit und Genehmigungsfähigkeit.
Technisches Lösungskonzept
  • Entwicklung eines integrierten RSS-Gesamtsystems aus RSS-Wänden, RSS-Säulen und RSS-Flüssigbodenbodenplatte.
  • Einsatz der RSS-Wände zur Baugrubensicherung und Abfangung von Geländesprüngen.
  • Ausbildung von RSS-Säulen zur gezielten Lastabtragung in den Felszersatz.
  • Nutzung der RSS-Bodenplatte zur homogenen Lastverteilung.
  • Verwendung der RSS-Wände zusätzlich als verlorene Schalung.
  • Getaktete Herstellung im Kontraktorverfahren.
  • Zeitlich abgestimmtes Verfüllen zur Vermeidung von Hohlräumen.
  • Vollständiger Rückbau temporärer Stahlträger nach Erfüllung ihrer Tragfunktion.
Fachplanerische Leistungen
  • Erstellung eines 3D-FEM-Modells mit PLAXIS zur Standsicherheitsanalyse sowie zur Bewertung von Spannungen und Verformungen.
  • Nachweisführung im Grenzzustand der Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit.
  • Nachweis der Spannungsumlagerung zwischen RSS-Säulen und Felszersatz.
  • Definition projektspezifischer Zielparameter wie E-Modul, Scherfestigkeit und Rückverfestigungsverhalten.
  • Anpassung der Geometrie und Tiefe der RSS-Säulen an die tatsächlichen Baugrundverhältnisse.
  • Integration geotechnischer Gutachten in die Gesamtplanung.
FiFB-Leistungen
  • Entwicklung maßgeschneiderter Flüssigbodenrezepturen aus dem örtlichen Aushubboden.
  • Steuerung des Spannungs-Verformungs-Verhaltens von RSS-Wänden, RSS-Säulen und RSS-Bodenplatte.
  • Umsetzung eines umfassenden Qualitätssicherungskonzepts.
  • Penetrometermessungen zur Freigabe der seitlichen Abgrabung.
  • Dokumentation der Rückverfestigung, Einbautagebücher und Prüfprotokolle.
  • Haftungsrelevante Freigabe der Rezepturen.
FB-Anwendungsbereiche
  • Baugrubensicherung im innerstädtischen Raum.
  • Bodenverbesserung bei gering tragfähigen Baugrundschichten.
  • Ersatz von Trägerbohlwänden, Bohrpfählen und Düsenstrahlverfahren.
  • Projekte mit hohen Anforderungen an Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Rechtssicherheit.


Beuren - Bodenplatte

Projektüberblick – Umspannwerk Beuren Schalthaus mit Flüssigboden-Bodenplatte
Im Umspannwerk Beuren wurde für das neue Schalthaus eine tragfähige und setzungsarme Gründungsbasis unter anspruchsvollen Baugrundverhältnissen hergestellt.

Aufgrund weicher und kompressibler Böden war eine klassische Gründung nur mit erheblichem Aufwand möglich.

Ziel war die Entwicklung einer homogenen, dauerhaft stabilen und wirtschaftlichen Gründungslösung durch den Einsatz einer RSS-Flüssigbodenbodenplatte unter Nutzung des anstehenden Bodens.
Besondere Herausforderungen
  • Weiche und kompressible Böden mit erhöhter Setzungsanfälligkeit.
  • Risiko von Differenzsetzungen unter dem Bauwerk.
  • Anforderungen an eine dauerhaft stabile und gleichmäßig tragende Bodenplatte.
  • Berücksichtigung des Spannungs-Verformungs-Verhaltens des Flüssigbodens.
  • Sicherstellung ausreichender Scherfestigkeit und Steifigkeit.
  • Integration der Lösung in die statischen Anforderungen des Bauwerks.
  • Vermeidung klassischer Bodenaustauschmaßnahmen.
Technisches Lösungskonzept
  • Ausbildung einer mindestens 1,0 m starken RSS-Flüssigbodenbodenplatte.
  • Nutzung des Flüssigbodens zur homogenen Lastverteilung unter dem Bauwerk.
  • Durchführung von Verformungsanalysen zur Minimierung von Differenzsetzungen.
  • Konsolidierungsanalysen zur Sicherstellung der Langzeitstabilität.
  • Gleichmäßige Spannungsverteilung und reduzierte Setzungsunterschiede.
  • Kontrollierte Festigkeitsentwicklung des Materials.
  • Substitution von Bodenaustausch und Ersatz klassischer Sauberkeitsschichten.
Fachplanerische Leistungen
  • Entwicklung eines statischen Berechnungsmodells für die Gründung.
  • Berücksichtigung von E-Modul, Scherfestigkeit und Steifigkeit.
  • Integration geotechnischer Daten in die Gesamtplanung.
  • Abstimmung der Materialparameter mit Bauwerkslasten und Randbedingungen.
  • Anpassung der Planung an den tatsächlich vorliegenden Baugrund.
  • Einsatz des Flüssigbodens als gezielt steuerbarer Baustoff.
FiFB-Leistungen
  • Entwicklung einer projektspezifischen Flüssigbodenrezeptur.
  • Überprüfung und Einstellung von Spannungs-Verformungs-Verhalten und Scherfestigkeit.
  • Iterative Anpassung der Rezeptur an die örtlichen Bodenverhältnisse.
  • Sicherstellung der Erreichung von Kurz- und Langzeiteigenschaften.
  • Enge Abstimmung zwischen Fachplanung, Statik und Materialentwicklung.
FB-Anwendungsbereiche
  • Bauwerke auf weichen und kompressiblen Böden.
  • Gründungen mit hohen Anforderungen an Setzungsminimierung.
  • Umspannwerke und technische Infrastruktur.
  • Projekte mit Bedarf an homogener Lastverteilung.
  • Ersatz von Bodenaustausch zur Baugrundverbesserung.
  • Anwendungen mit Nutzung auch belasteter Böden unabhängig vom Grundwasserstand.


Düren Kanzan - Wasserdichte Baugrube

Projektüberblick – Düren Baugruben im Industriebetrieb Kanzan
Im Projekt Düren wurden mehrere tiefe Baugruben auf dem Betriebsgelände der Kanzan Spezialpapiere GmbH unter laufendem Betrieb realisiert.

Die Maßnahme erfolgte unter dauerhaftem Grundwassereinfluss sowie unter beengten Platzverhältnissen und sensibler Bestandsbebauung.

Ziel war die Entwicklung einer technisch sicheren, wirtschaftlichen und betrieblich robusten Bauweise ohne klassische Wasserhaltung durch Einsatz der RSS-Flüssigbodenbauweise als integriertes Baugrubensystem.
Besondere Herausforderungen
  • Dauerhafter Grundwassereinfluss mit Wasserständen bereits ca. 1,0 m unter Geländeoberkante.
  • Baugrubentiefen bis ca. 6,0 m mit erhöhten Risiken für Standsicherheit und hydraulische Instabilität.
  • Heterogener Baugrund aus Auffüllungen, Sanden, Kiesen und bindigen Zwischenlagen.
  • Durchführung der Baumaßnahme unter laufendem Anlagenbetrieb.
  • Beengte Platzverhältnisse innerhalb eines Industrieareals.
  • Sensible historische Bebauung im direkten Umfeld.
  • Hohe Anforderungen an die Begrenzung von Lärm, Erschütterungen und Emissionen.
  • Einhaltung umweltrechtlicher Vorgaben und Minimierung betrieblicher Eingriffe.
  • Konventionelle Bauweisen mit hohem Aufwand, Kostenrisiko und verlängerten Bauzeiten.
Technisches Lösungskonzept
  • Herstellung wasserdichter Baugruben in RSS-Flüssigbodenbauweise.
  • Ausbildung eines geschlossenen Systems aus Flüssigbodenwänden mit integrierten temporären Stahlprofilen und Flüssigboden-Bodenplatten.
  • Multifunktionale Nutzung des Flüssigbodens als Verbau, Abdichtung und Lastverteilungssystem.
  • Vollständiger Verzicht auf aktive Grundwasserabsenkung.
  • Reduzierung von Schnittstellen zwischen Gewerken und höhere Robustheit gegenüber Baugrund- und Wasserstandsschwankungen.
  • Deutliche Verkürzung des Bauablaufs und hohe Termin- und Ausführungssicherheit.
Fachplanerische Leistungen
  • Durchführung dreidimensionaler numerischer Berechnungen mit PLAXIS 3D für alle Bauzustände.
  • Nachweisführung nach Eurocode 7 unter Anwendung von GEO-2 und GEO-3.
  • Bewertung von Wandverformungen, Standsicherheit und Ausnutzungsgraden der Konstruktion.
  • Nachweis, dass alle Verformungen innerhalb zulässiger Grenzwerte liegen.
  • Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen Flüssigboden und WU-Betonbauteilen.
  • Ausschluss von Zwängungen und Spannungsrissrisiken.
FiFB-Leistungen
  • Entwicklung einer projektspezifischen Flüssigbodenrezeptur.
  • Einstellung eines plastischen, spannungsarmen Verformungsverhaltens.
  • Sicherstellung einer kontrollierten Festigkeitsentwicklung ohne schlagartige Erstarrung.
  • Baubegleitende Eigen- und Fremdüberwachung sowie Dokumentation der Materialparameter.
  • Vermeidung von Risiken aus ungleichmäßiger Verdichtung, Setzungen und unkontrollierten Wasserzutritten.
  • Vollständige Wiederverwendung des anstehenden Bodens und Vermeidung zusätzlicher Ersatzbaustoffe.
FB-Anwendungsbereiche
  • Wasserdichte Baugruben im Industrie- und Infrastrukturbau.
  • Bauvorhaben unter laufendem Betrieb.
  • Projekte mit hohem Grundwasserstand.
  • Anwendungen mit beengten Platzverhältnissen.
  • Bauweisen mit Anforderungen an Emissionsreduktion und Nachhaltigkeit.


Ensdorf VSE 110kV Trasse

Projektüberblick – Ensdorf 110-kV-Kabeltrasse mit thermisch stabilisierendem Flüssigboden
Im Bereich des Umspannwerks Ensdorf wurde eine neue 110-kV-Kabeltrasse einschließlich mehrlagiger Kabelschutzrohrsysteme hergestellt.

Die Maßnahme erfolgte unter anspruchsvollen baugrundtechnischen, statischen und thermischen Anforderungen sowie unter Berücksichtigung der Kreislaufwirtschaft.

Ziel war eine dauerhaft thermisch stabile, mechanisch sichere und ressourcenschonende Leitungsbettung durch Einsatz des RSS-Flüssigbodenverfahrens unter Nutzung des örtlichen Bodens.
Besondere Herausforderungen
  • Heterogene Baugrundverhältnisse mit wechselnden Kornverteilungen und Inhomogenitäten.
  • Teilweise bindige und konventionell schwer verdichtbare Böden.
  • Lokale Auffüllungen und anthropogen überprägte Materialien.
  • Schwankende Eigenfeuchten des Aushubmaterials.
  • Anforderungen an ein homogenes Bettungsverhalten für mehrlagige Rohrsysteme.
  • Sicherstellung der Rohrstatik und Begrenzung von Verformungen unter Verkehrslasten.
  • Gewährleistung der Auftriebssicherheit während der Bauphase.
  • Hohe Anforderungen an die thermische Stabilität der Kabeltrasse.
  • Vermeidung von Ringspalten und Sicherstellung einer konstanten Wärmeabfuhr.
  • Reduzierung von Aushubentsorgung und Primärbaustoffeinsatz.
Technisches Lösungskonzept
  • Einsatz von thermisch stabilisierendem RSS-Flüssigboden als multifunktionales System für Bettung, Hüllmaterial und Verfüllung.
  • Aufbereitung und rezepturtechnische Anpassung des örtlichen Aushubmaterials.
  • Fließfähiger Einbau zur vollständigen Umschließung der Kabelschutzrohre.
  • 360°-Umschluss ohne Ringspalt zur Minimierung des Wärmeübergangswiderstands.
  • Homogene Lastverteilung ohne Verdichtungsaufwand.
  • Dauerhafte Wärmeleitfähigkeit und sichere Wärmeabfuhr.
  • Verzicht auf klassische Sand- oder Kiesbettungen.
  • Integration aller Funktionen in einem Baustoffsystem.
Fachplanerische Leistungen
  • Planung der Kabeltrasse unter Berücksichtigung geotechnischer und thermischer Randbedingungen.
  • Nachweisführung für Rohrstatik, Auftriebssicherheit, Verformung und Setzungen.
  • Definition projektspezifischer Zielparameter für den Flüssigboden.
  • Integration der Bauweise in einen wirtschaftlichen und prozesssicheren Bauablauf.
  • Berücksichtigung bodenschutz- und abfallrechtlicher Anforderungen.
  • Entwicklung eines ganzheitlichen technischen und rechtlichen Planungskonzepts.
FiFB-Leistungen
  • Entwicklung projektspezifischer Flüssigbodenrezepturen auf Basis des örtlichen Materials.
  • Einstellung der relevanten Materialparameter wie Wärmeleitfähigkeit, Druckfestigkeit und Verformungsmodul.
  • Sicherstellung eines homogenen, bodenähnlichen Systemverhaltens.
  • Optimierung des Wärmeübergangs zwischen Kabel und Bettungsmaterial.
  • Kontrolle und Dokumentation der Materialeigenschaften im Einbauzustand.
FB-Anwendungsbereiche
  • Hochspannungs- und Mittelspannungstrassen.
  • Kabelschutzrohrsysteme mit hohen thermischen Anforderungen.
  • Leitungsbau in heterogenen Baugrundverhältnissen.
  • Projekte mit Fokus auf Kreislaufwirtschaft und Abfallvermeidung.
  • Ersatz konventioneller Sand- und Kiesbettungen.
  • Infrastrukturprojekte mit Anforderungen an gleichmäßige Lastverteilung und Setzungsminimierung.


Bruchsal Schule - Fernwärme und Immo

Projektüberblick – Bruchsal Albert-Schweitzer-Realschule (Sanierung mit Flüssigboden)
Im Zuge der Sanierung der Albert-Schweitzer-Realschule in Bruchsal wurden umfangreiche Tief- und Leitungsbauarbeiten unter strengen bodenschutz- und abfallrechtlichen Rahmenbedingungen durchgeführt.

Zentraler Bestandteil war die Nutzung des vor Ort anstehenden, teilweise PAK-belasteten Bodens zur Herstellung eines projektbezogenen RSS-Flüssigbodens.

Ziel war eine technisch sichere, wirtschaftliche und rechtssichere Bauweise durch vollständige Integration des Materials in den Bauprozess – ohne Entsorgung und unter Einhaltung aller bodenschutzrechtlichen Anforderungen.
Besondere Herausforderungen
  • Verwendung von örtlichem Boden mit PAK-Kontamination.
  • Nachweis der Abfallvermeidung gemäß § 6 KrWG durch vollständige Wiederverwendung.
  • Sicherstellung der Nichtanwendbarkeit der Ersatzbaustoffverordnung.
  • Einbau ausschließlich oberhalb des Grundwasserspiegels zum Schutz des Grundwassers.
  • Einhaltung des Verschlechterungsverbots nach BBodSchG.
  • Anforderungen an eine dauerhaft schwindungsfreie und setzungsarme Verfüllung.
  • Sicherstellung definierter mechanischer Eigenschaften und Reibungsparameter.
  • Hohe Anforderungen an Nachweisführung und Abstimmung mit Behörden.
Technisches Lösungskonzept
  • Einsatz des RSS-Flüssigbodenverfahrens unter Verwendung des kontaminierten Ausgangsbodens.
  • Entwicklung einer materialspezifischen Rezeptur ohne hydraulische Bindung und mit bodenähnlichem Spannungs-Verformungs-Verhalten.
  • Sicherstellung schwindungsfreier Materialeigenschaften.
  • Einstellung definierter Reibungsparameter zur sicheren Lastübertragung.
  • Vollständiger Verbleib des Bodens im Bauwerkskontext ohne Entsorgung.
  • Durchführung umweltchemischer Untersuchungen zur Bewertung der Unbedenklichkeit.
  • Sicherstellung einer homogenen, hohlraumfreien und langfristig stabilen Verfüllung.
  • Enge Abstimmung mit Behörden zur rechtssicheren Umsetzung.
Fachplanerische Leistungen
  • Erstellung eines projektspezifischen Bauablauf- und Qualitätssicherungskonzepts.
  • Abstimmung mit Umwelt- und Abfallbehörden zur rechtssicheren Einordnung.
  • Nachweis der Abfallvermeidung und Einhaltung gesetzlicher Vorgaben.
  • Berechnung und Optimierung der Trag- und Gebrauchseigenschaften.
  • Untersuchung der Langzeiteigenschaften des Flüssigbodens.
  • Sicherstellung der technischen und rechtlichen Umsetzbarkeit.
FiFB-Leistungen
  • Entwicklung einer projektspezifischen Flüssigbodenrezeptur.
  • Durchführung von Laborversuchen, mechanischen Prüfungen und umweltchemischen Analysen.
  • Nachweis der Langzeitstabilität und Umweltverträglichkeit.
  • Dokumentation aller Materialeigenschaften als Entscheidungsgrundlage für Behörden.
  • Sicherstellung reproduzierbarer Eigenschaften im Einbau.
FB-Anwendungsbereiche
  • Sanierungsmaßnahmen an öffentlichen Gebäuden und Infrastrukturen.
  • Projekte mit kontaminierten Böden.
  • Bauvorhaben mit Fokus auf Abfallvermeidung und Ressourcenschonung.
  • Anwendungen mit hohen Anforderungen an Bodenschutz und Rechtssicherheit.
  • Wiederverwendung von Böden unter Einhaltung von BBodSchG und KrWG.


Bad Hersfeld Fuldadüker terranets bw Vortriebsgrube

Projektüberblick – Bad Hersfeld Düker Fulda (Gashochdruckleitung HDL 9549)
Im Projekt Bad Hersfeld wurde im Zuge der Umverlegung einer Gashochdruckleitung eine Dükerung unter der Fulda realisiert.

Hierfür waren zwei Anschlussbaugruben unter extrem anspruchsvollen geotechnischen, hydrogeologischen und wasserrechtlichen Randbedingungen herzustellen.

Ziel war die Entwicklung einer technisch sicheren, wasserdichten und genehmigungsfähigen Bauweise ohne klassische Wasserhaltung – umgesetzt als integriertes RSS-Flüssigbodenbauwerk aus Wand und Sohle.
Besondere Herausforderungen
  • Grundwasserstände bis Geländeoberkante als maßgebender Bemessungsfall.
  • Lage im unmittelbaren Flussbereich sowie im Überschwemmungsgebiet mit relevanten Hochwasserszenarien.
  • Baugrubentiefen bis ca. 7,80 m unter GOK bei gleichzeitig hohem Erd- und Wasserdruck.
  • Lage innerhalb eines Heilquellenschutzgebiets mit hohen wasserrechtlichen Anforderungen.
  • Beherrschung aller Bauzustände inklusive Hochwasser, Bauunterbrechungen und saisonaler Einflüsse.
  • Verpflichtung zur Erstellung eines Hochwasserschutz- und Maßnahmenplans.
  • Konventionelle Bauweisen wären technisch risikobehaftet, genehmigungsrechtlich kritisch und wirtschaftlich ungünstig gewesen.
Technisches Lösungskonzept
  • Ausbildung eines integrierten RSS-Flüssigbodenbauwerks aus RSS-Wand und RSS-Platte.
  • Nutzung des Flüssigbodens als tragendes und abdichtendes Element.
  • Vollständiger Ersatz klassischer Systeme wie Bohrpfahlwand, Unterwasserbetonsohle und permanenter Wasserhaltung.
  • Herstellung einer trockenen Baugrube mit kontrollierter Flutung zur Druckentlastung.
  • Gezielte Kontraktor-Verfüllung zur Ringraumabdichtung.
  • Anschließendes Abpumpen und Weiterführung der Arbeiten im trockenen Zustand.
  • Rückbaubarkeit des Systems durch vollständige Entnahme temporärer Träger.
  • Keine dauerhaften Fremdbaustoffe im Untergrund.
  • Hohe Flexibilität bei Abweichungen im Rohrvortrieb.
Fachplanerische Leistungen
  • Durchführung vollständiger FEM-Nachweise mit PLAXIS 3D für alle Bauzustände.
  • Nachweis der Tragfähigkeit im Grenzzustand der Tragfähigkeit sowie der Gebrauchstauglichkeit.
  • Hydrogeologische Modellierung zur Bewertung der Grundwasserbeeinflussung.
  • Nachweis eines nur minimalen Einflusses auf den Grundwasserstand ohne nachteilige Stauwirkung.
  • Berücksichtigung aller relevanten Hochwasserszenarien von HQ10 bis HQextrem.
  • Entwicklung eines genehmigungsfähigen Gesamtkonzepts aus Geotechnik, Hydraulik und Bauablauf.
  • Substitution klassischer Spezialtiefbaulösungen durch das RSS-System.
  • Hohe Robustheit gegenüber Bauabweichungen ohne kostenintensive Sondermaßnahmen.
FiFB-Leistungen
  • Definition projektspezifischer Materialparameter wie E-Modul und Scherparameter bereits in der Planungsphase.
  • Entwicklung einer abgestimmten Rezepturmatrix zur Sicherstellung dieser Eigenschaften.
  • Sicherstellung eines bodenähnlichen Tragverhaltens bei gleichzeitiger Gewölbewirkung.
  • Vermeidung überhöhter Festigkeiten zur Sicherstellung der Systemfunktion.
  • Umsetzung eines verbindlichen Qualitätssicherungsprozesses mit Rezepturentwicklung, Probekörperprüfung, Freigabe und Baustellendokumentation.
  • Präzise Steuerung der mechanischen und hydraulischen Eigenschaften des Systems.
FB-Anwendungsbereiche
  • Anschluss- und Zielbaugruben bei Dükerungen und Rohrleitungsquerungen.
  • Bauvorhaben im Fluss- und Hochwasserbereich.
  • Projekte in hydrogeologisch sensiblen Schutzgebieten.
  • Anwendungen mit hohen Anforderungen an Abdichtung und Bauzustandssicherheit.
  • Ersatz konventioneller Spezialtiefbaulösungen.


Stockach - RSS Wand

Projektüberblick – Stockach Erweiterung Regenüberlaufbecken Kniebreche
Im Projekt Stockach wurde das Regenüberlaufbecken Kniebreche unter anspruchsvollen geotechnischen und hydrogeologischen Bedingungen erweitert.

Die Maßnahme erfolgte bei dauerhaft hohem Grundwasserstand in hochdurchlässigen Böden und unter laufendem Anlagenbetrieb.

Ziel war die Entwicklung einer technisch sicheren, genehmigungsfähigen und betrieblich robusten Bauweise auf Basis der RSS-Flüssigbodentechnologie.
Besondere Herausforderungen
  • Arbeiten unter dauerhaft hohem und teilweise gespanntem Grundwasser.
  • Hochdurchlässige Böden mit geringer natürlicher Abdichtwirkung.
  • Aufrechterhaltung des Anlagenbetriebs während der gesamten Bauzeit.
  • Ausschluss konventioneller Bauweisen wie offene Wasserhaltung.
  • Hohe statische Anforderungen durch Bauzustände und Auflasten.
  • Begrenzte Verformungstoleranzen bei komplexen Lastsituationen.
  • Schnittstellen zu bestehenden Leitungen mit erhöhtem Risiko für Setzungen und Undichtigkeiten.
  • Genehmigungs- und umweltrechtliche Anforderungen sowie Abfallvermeidung.
Technisches Lösungskonzept
  • Einsatz von RSS-Flüssigboden als kombiniertes System für Verbau, Abdichtung und Auftriebssicherung.
  • Nutzung als temporäres Stützmedium während des Aushubs mit anschließender Festigkeitsentwicklung.
  • Durchführung von FEM-Analysen zur Abbildung aller Bauzustände.
  • Berücksichtigung konservativer Materialannahmen für Frühzustände.
  • Anpassung der Rezeptur zur Steuerung von Plastizität, Dichtigkeit und Verbundwirkung.
  • Entwicklung gezielter Sanierungsmaßnahmen bei lokalen Undichtigkeiten.
  • Vermeidung großflächiger Rückbaumaßnahmen durch punktuelle Injektionen.
Fachplanerische Leistungen
  • Numerische Modellierung mittels FEM zur Prognose von Verformungen und Spannungen.
  • Durchführung von Standsicherheitsnachweisen nach GEO-3.
  • Berücksichtigung von Worst-Case-Szenarien und Bauzuständen.
  • Projektbezogene Rezepturentwicklung zur Erfüllung statischer und hydraulischer Anforderungen.
  • Differenzierte Betrachtung temporärer und permanenter Lastfälle.
  • Integration von Geotechnik, Statik und Bauverfahren in ein Gesamtkonzept.
FiFB-Leistungen
  • Entwicklung optimierter Flüssigbodenrezepturen mit erhöhter Stabilität.
  • Verbesserung der Verbundwirkung zwischen Flüssigboden und Beton.
  • Entwicklung von Sanierungskonzepten zur Abdichtung lokaler Schwachstellen.
  • Durchführung hintergreifender Injektionsmaßnahmen.
  • Fachtechnische Begleitung und Qualitätssicherung der Bauausführung.
  • Dokumentation und Bewertung der Dauerhaftigkeit der Bauweise.
FB-Anwendungsbereiche
  • Baugruben mit hoher Grundwassereinwirkung.
  • Kombinierte Verbau- und Abdichtungssysteme.
  • Wasserdichte Gräben und Leitungsbereiche.
  • Infrastrukturprojekte mit hohen Anforderungen an Dichtheit.
  • Anwendungen mit komplexen Bauzuständen und hohen Sicherheitsanforderungen.


Ravensburg Spohnstraße - Fernwärme

Projektüberblick – Ravensburg Spohnstraße Neuverlegung Fernwärmeleitungen
Im Projekt Ravensburg Spohnstraße wurden zwei Fernwärmeleitungen sowie ergänzende Speedpipes im innerstädtischen Bereich neu verlegt.

Die Maßnahme erfolgte unter beengten urbanen Randbedingungen mit zahlreichen bestehenden Leitungen und hohen Anforderungen an thermische und mechanische Leistungsfähigkeit.

Ziel war eine sichere, langlebige und wirtschaftliche Leitungsbettung unter Einsatz von RSS-Flüssigboden unter Nutzung des örtlich anstehenden Bodens.
Besondere Herausforderungen
  • Enge Platzverhältnisse im innerstädtischen Straßenraum.
  • Querung und paralleler Verlauf zahlreicher Bestandsleitungen.
  • Sicherstellung des Schutzes vorhandener Leitungen während der Bauphase.
  • Anforderungen an die thermische Stabilität der Fernwärmeleitungen.
  • Sicherstellung definierter mechanischer Eigenschaften und Tragfähigkeit.
  • Einhaltung technischer Normen und Vorgaben für Flüssigboden.
  • Anforderungen an langfristig stabile Materialeigenschaften.
  • Nutzung des örtlichen Bodens trotz variierender Ausgangsbedingungen.
Technisches Lösungskonzept
  • Einsatz von RSS-Flüssigboden als Bettungs- und Verfüllmaterial.
  • Nutzung des örtlichen Bodens als Ausgangsstoff für die Flüssigbodenherstellung.
  • Anpassung der Rezeptur an Fließfähigkeit, Tragfähigkeit und thermische Anforderungen.
  • Einsatz von Rohrverlegehilfen zur Fixierung der Leitungen und zur Auftriebssicherung während des Einbaus.
  • Sicherstellung einer hohlraumfreien und homogenen Einbettung.
  • Gewährleistung der geforderten Reibungsparameter zwischen Rohr und Bettung.
  • Integration eines umfassenden Qualitätssicherungsprozesses.
Fachplanerische Leistungen
  • Erstellung detaillierter Lagepläne und Querschnitte zur Darstellung der Leitungsführung.
  • Planung der Tiefenlage von Fernwärmeleitungen und Speedpipes.
  • Entwicklung eines technologischen Gesamtkonzepts für Verfüllung und Leitungssicherung.
  • Berücksichtigung von Verkehrsbelastungen und thermischen Einwirkungen.
  • Planung der Bauabläufe unter Berücksichtigung der engen Randbedingungen.
  • Sicherstellung einer technisch und wirtschaftlich optimierten Umsetzung.
FiFB-Leistungen
  • Entwicklung und Prüfung projektspezifischer Flüssigbodenrezepturen.
  • Nachweis relevanter Materialparameter wie Druckfestigkeit und Wärmeleitfähigkeit.
  • Sicherstellung der Wiederaufgrabbarkeit des Materials.
  • Einstellung definierter Reibkräfte gemäß Anforderungen der Rohrhersteller.
  • Absicherung der Langzeiteigenschaften des Flüssigbodens.
  • Begleitende Qualitätssicherung während der Ausführung.
FB-Anwendungsbereiche
  • Fernwärmeleitungen im innerstädtischen Bereich.
  • Leitungsbau mit parallelen und querenden Bestandsleitungen.
  • Muffengruben und komplexe Leitungsabschnitte.
  • Projekte mit hohen Anforderungen an thermische Stabilität.
  • Anwendungen mit reduzierter Setzungsanfälligkeit.
  • Nutzung von örtlichem Boden als Bettungsmaterial.


Steinach Bahn

Projektüberblick – Steinach Sicherung Gashochdruckleitung unter Verkehrsbelastung
Im Bauvorhaben Steinach wurde eine bestehende Gashochdruckleitung (DN 300, MOP 61 bar) gesichert, die unter einer Asphaltstraße verläuft und während der Bauphase erheblichen Belastungen ausgesetzt war.

Durch Schwerlastverkehr sowie den Einsatz eines Mobilkrans entstanden hohe statische und dynamische Einwirkungen auf die Leitung.

Ziel war es, die Leitung dauerhaft zu schützen und gleichzeitig eine wirtschaftliche Lösung ohne Umverlegung zu realisieren.
Besondere Herausforderungen
  • Schutz einer Gashochdruckleitung unter hoher statischer und dynamischer Belastung.
  • Zusätzliche Beanspruchung durch Schwerlastverkehr und Kranbetrieb.
  • Begrenzte Platzverhältnisse durch angrenzenden Bahndamm und Bebauung.
  • Kreuzung und paralleler Verlauf weiterer Leitungen (Trinkwasser, Strom).
  • Freilegung und gleichzeitige Sicherung bestehender Leitungen.
  • Sicherstellung eines stabilen Bauablaufs unter laufendem Verkehr.
  • Vermeidung einer kostenintensiven Leitungsumverlegung.
Technisches Lösungskonzept
  • Einsatz des RSS-Flüssigbodenverfahrens zur Sicherung der Leitung im Bestand.
  • Entwicklung eines projektspezifischen Flüssigbodens mit definierten Eigenschaften.
  • Sicherstellung von Schwindungsfreiheit, Tragfähigkeit und gleichmäßiger Lastverteilung.
  • Anwendung des Pilgerschrittverfahrens zur abschnittsweisen Freilegung und Wiederverfüllung.
  • Durchführung von FEM-Analysen zur Simulation der Belastungssituation.
  • Nachweis der Standsicherheit und Gebrauchstauglichkeit unter realen Lastfällen.
  • Integration eines umfassenden Qualitätssicherungskonzepts.
Fachplanerische Leistungen
  • Entwicklung eines technologischen Gesamtkonzepts zur Leitungssicherung.
  • Analyse der örtlichen Randbedingungen und Belastungsszenarien.
  • Planung der Verfüllung unter Berücksichtigung von Baugrund und Grundwasser.
  • Erstellung eines Logistikkonzepts für Herstellung, Transport und Einbau.
  • Ausarbeitung detaillierter Rezepturspezifikationen.
  • Begleitung der Bauausführung zur Sicherstellung der Planungsziele.
FiFB-Leistungen
  • Entwicklung und Validierung einer projektspezifischen Flüssigbodenrezeptur.
  • Prüfung der Eigenschaften wie Fließfähigkeit, Tragfähigkeit und Wiederaufgrabbarkeit.
  • Durchführung von Qualitätssicherungstests zur Einhaltung gesetzlicher Vorgaben.
  • Anpassung der Rezeptur an hohe mechanische und dynamische Belastungen.
  • Begleitende Qualitätssicherung während der Bauausführung.
FB-Anwendungsbereiche
  • Sicherung von Hochdruckleitungen unter Verkehrsbelastung.
  • Infrastrukturprojekte mit dynamischen und statischen Beanspruchungen.
  • Bauvorhaben mit begrenztem Bauraum.
  • Vermeidung von Leitungsumverlegungen.
  • Sanierung und Sicherung bestehender Leitungsnetze.


Offenburg Baugrubenverbau und Bodenplatte Hausbau - RSS Wand

Projektüberblick – Offenburg Wohnbau Baugrube mit RSS-Wand und Flüssigbodenbodenplatte
Im Rahmen eines Wohnbauprojekts in Offenburg wurde eine Baugrube unter beengten innerstädtischen Randbedingungen hergestellt.

Die unmittelbare Nachbarbebauung mit flach gegründeten Gebäuden stellte besondere Anforderungen an Bauweise, Verformungsverhalten und Erschütterungsarmut.

Zur Sicherung der Baugrube und zur Optimierung der Gründung wurde eine kombinierte Lösung aus RSS-Wand und RSS-Flüssigbodenbodenplatte umgesetzt. Ziel war eine sichere, setzungsarme und ressourcenschonende Bauweise unter Nutzung des anstehenden Bodens als Baustoff.
Besondere Herausforderungen
  • Unmittelbare Nachbarbebauung mit sensiblen, flach gegründeten Bauwerken.
  • Sehr geringe Abstände zwischen Baugrube und Bestandsgebäuden.
  • Vermeidung von Erschütterungen und dynamischen Einwirkungen.
  • Sicherstellung einer setzungsarmen Bauweise ohne Differenzsetzungen.
  • Anforderungen an eine sichere Baugrubensicherung unter beengten Verhältnissen.
  • Reduzierung von Bodenaustausch und Transportaufwand.
  • Integration der Bauweise in einen wirtschaftlichen und prozesssicheren Bauablauf.
Technisches Lösungskonzept
  • Ausbildung einer kombinierten Baugrube aus einseitiger RSS-Wand, drei geböschten Seiten und einer RSS-Flüssigbodenbodenplatte.
  • Herstellung der RSS-Wand im Pilgerschrittverfahren zur Minimierung von Erschütterungen.
  • Einsatz temporärer Träger mit vollständiger Rückgewinnung nach Bauende.
  • Nutzung der RSS-Wand als verlorene Schalung.
  • Herstellung einer Flüssigbodenbodenplatte als Ersatz für Bodenaustausch, Kiesschicht, Sauberkeitsschicht und Magerbeton.
  • Fließfähiger Einbau mit Rückverfestigung zu einer homogenen, tragfähigen Gründungsplattform.
  • Direkte Herstellung der Gebäudeplatte auf der Flüssigbodenbasis.
Fachplanerische Leistungen
  • Entwicklung eines Baugrubenkonzepts unter Berücksichtigung der Nachbarbebauung.
  • Definition der mechanischen und technologischen Zielparameter des Flüssigbodens.
  • Planung der Bauabläufe wie Pilgerschrittverfahren, Verfüllreihenfolge und Einbauprozesse.
  • Integration logistischer Abläufe für Materialaufbereitung, Transport und Einbau.
  • Erstellung eines Qualitätssicherungskonzepts.
  • Sicherstellung der Gebrauchstauglichkeit und Standsicherheit über alle Bauzustände.
FiFB-Leistungen
  • Entwicklung projektspezifischer Flüssigbodenrezepturen auf Basis des örtlichen Mischbodens.
  • Durchführung von Laboruntersuchungen zur Bestimmung mechanischer Eigenschaften.
  • Einstellung von Druckfestigkeit, Verformungsmodul und Scherfestigkeit.
  • Sicherstellung eines duktilen, bodenähnlichen Tragverhaltens.
  • Begleitende Qualitätssicherung durch Probekörperuntersuchungen, Baustellenüberwachung und Dokumentation.
  • Gewährleistung einer gleichmäßigen Lastverteilung und reduzierter Setzungen.
FB-Anwendungsbereiche
  • Baugruben im innerstädtischen Hochbau unter Nachbarbebauung.
  • Kombination aus Baugrubensicherung und Gründungsverbesserung.
  • Ersatz konventioneller Schichtsysteme wie Bodenaustausch, Kies oder Magerbeton.
  • Projekte mit hohen Anforderungen an Erschütterungsarmut und Setzungsbegrenzung.
  • Bauweisen mit Fokus auf Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung.


Nürnberg Muffengruben 110kv

Projektüberblick – Nürnberg Innerstädtische Hochspannungs-Muffengruben
Im Zuge eines innerstädtischen Hochspannungsprojekts in Nürnberg wurden Muffengruben für Erdkabelsysteme unter hohen technischen und thermischen Anforderungen hergestellt.

Die Ausführung erfolgte unter Einsatz von RSS-Flüssigboden auf Basis des örtlich anstehenden Materials.

Ziel war eine dauerhaft thermisch stabile, wirtschaftliche und kreislauforientierte Bauweise für den Betrieb von Hochspannungskabeln.
Besondere Herausforderungen
  • Sicherstellung der thermischen Stabilität der Hochspannungskabel im Betrieb.
  • Optimierung der Wärmeabfuhr im Bereich der Muffengruben.
  • Einhaltung strenger Qualitätsanforderungen und technischer Regelwerke.
  • Vermeidung von Hohlräumen und Austrocknung zur Sicherstellung der Wärmeleitfähigkeit.
  • Anforderungen an dauerhaft gleichbleibende Materialeigenschaften.
  • Integration der Bauweise in beengte innerstädtische Verhältnisse.
  • Sicherstellung der späteren Wiederlösbarkeit des Materials im Störungsfall.
Technisches Lösungskonzept
  • Entwicklung einer projektspezifischen RSS-Flüssigbodenrezeptur auf Basis des örtlichen Bodens.
  • Einsatz von Flüssigboden für Bettung und vollständige Verfüllung bis Geländeoberkante.
  • Verzicht auf klassische Bettungsschichten wie Magerbeton.
  • Einbau in Kombination mit Verbau zur sicheren Herstellung der Muffengruben.
  • Trennung von Hochspannungsbereich und darüberliegenden Schichten.
  • Sicherstellung einer hohlraumfreien und schwindungsarmen Einbettung.
  • Gewährleistung einer dauerhaften Wärmeabfuhr und Rückbaubarkeit.
Fachplanerische Leistungen
  • Detaillierte Planung der Muffengruben unter Berücksichtigung technischer und standortspezifischer Anforderungen.
  • Abstimmung der Bauweise mit dem Netzbetreiber zur optimalen Umsetzung.
  • Entwicklung wirtschaftlicher Lösungen durch Reduktion von Material- und Entsorgungsaufwand.
  • Integration der Kreislaufwirtschaft durch Wiederverwendung des Aushubbodens.
  • Nachweis der thermischen Funktion mittels Temperaturfeldmodell.
  • Sicherstellung der technischen Umsetzbarkeit und Qualität im Bauablauf.
FiFB-Leistungen
  • Entwicklung und Validierung der Flüssigbodenrezepturen durch das Forschungsinstitut für Flüssigboden.
  • Einstellung der Materialeigenschaften zur Sicherstellung von Wärmeleitfähigkeit, Schwindungsfreiheit und Hohlraumfreiheit.
  • Gewährleistung der dauerhaften Austrocknungsfreiheit und langfristiger Materialparameter.
  • Sicherstellung der Wiederlösbarkeit durch plastische Materialeigenschaften.
  • Begleitende Fremdüberwachung von Herstellung und Einbau.
  • Möglichkeit zur Wiederverwendung auch von belastetem Material.
FB-Anwendungsbereiche
  • Muffengruben im Hochspannungsleitungsbau.
  • Erdkabelsysteme mit hohen thermischen Anforderungen.
  • Innerstädtischer Leitungsbau mit begrenztem Bauraum.
  • Projekte mit Fokus auf Wärmeabfuhr und thermische Stabilisierung.
  • Anwendungen mit Kreislaufwirtschaft und Wiederverwendung von Bodenmaterial.


Breisach Erstellung trockene Baugrube

Projektüberblick – Breisach / Burkheim Pumpwerk Blauwasser
Im Rahmen der Errichtung des Pumpwerks Blauwasser in Breisach/Burkheim wurde eine dauerhaft wasserdichte Baugrube unter anspruchsvollen geotechnischen und hydrogeologischen Randbedingungen hergestellt.

Die Maßnahme erfolgte in unmittelbarer Nähe zu einem Fließgewässer mit anstehendem Grund- und Schichtenwasser sowie stark variierenden Baugrundverhältnissen.

Ziel war die Entwicklung einer technisch sicheren, wirtschaftlichen und nachhaltigen Baugrubenlösung durch Substitution der ursprünglich geplanten Bohrpfahlwand mittels RSS-Flüssigbodenbauweise.
Besondere Herausforderungen
  • Direkt anstehendes Grund- und Schichtenwasser infolge der Gewässernähe.
  • Stark wechselnde Felshorizonte mit teilweise geringer Überdeckung.
  • Erforderliche Einbindung des Baugrubenverbaus in den Fels trotz verwitterter Bereiche.
  • Hohe Bau- und Verkehrslasten durch Geräte bis ca. 30 t.
  • Anforderungen an eine vollständig wasserdichte Baugrube.
  • Sicherstellung von Standsicherheit, Gebrauchstauglichkeit und Verformungsbegrenzung.
  • Hoher Aufwand und ungünstige Rahmenbedingungen bei konventioneller Bohrpfahlwandlösung.
  • Beengte Randbedingungen und Anforderungen an Wirtschaftlichkeit und Genehmigungsfähigkeit.
Technisches Lösungskonzept
  • Substitution der Bohrpfahlwand durch eine ca. 1,4 m starke RSS-Flüssigbodenwand.
  • Herstellung der Wand im Pilgerschrittverfahren.
  • Gezielte Einbindung in den Fels bis ca. 0,5 m mittels Fräse.
  • Ausbildung einer umlaufenden, wasserdichten Baugrubenumschließung.
  • Nutzung der RSS-Wand als verlorene Schalung für das Pumpwerk.
  • Direkter Einbau des Materials aus dem Fahrmischer.
  • Verzicht auf Stahlträger und Rückverankerungen.
  • Keine Eingriffe in benachbarte Grundstücke.
  • Vollständige Integration der Bauweise in den Bauablauf ohne Bodenaustausch.
Fachplanerische Leistungen
  • Statische Dimensionierung der RSS-Wand mittels 3D-FEM (z. B. PLAXIS).
  • Durchführung von GZT- und GZG-Nachweisen sowie Worst-Case-Simulationen.
  • Sicherheitsnachweise nach GEO-2 / GEO-3.
  • Anpassung der Wandgeometrie an variierende Felshorizonte.
  • Erstellung einer projektspezifischen Rezepturspezifikation.
  • Hydrogeologische Nachweise zur Sicherstellung der Dichtwirkung.
  • Thermische Nachweise zur Qualitätssicherung.
FiFB-Leistungen
  • Entwicklung projektspezifischer RSS-Flüssigbodenrezepturen auf Basis des örtlichen Materials.
  • Nachweis der mechanischen Stabilität und Gebrauchstauglichkeit.
  • Sicherstellung der hydraulischen Dichtigkeit.
  • Begleitende Qualitätssicherung während der Bauausführung.
  • Dokumentation und Freigabe der Rezepturen.
  • CO₂-Vorabkalkulation und Nachweis der Umweltvorteile.
FB-Anwendungsbereiche
  • Baugrubenverbau und Abdichtung bei Pumpwerken und wasserbaulichen Anlagen.
  • Bauvorhaben in Gewässernähe mit hohen Anforderungen an Dichtheit.
  • Ersatz konventioneller Bohrpfahl- und Spundwände.
  • Projekte mit heterogenem Baugrund.
  • Anwendungen mit sensiblen Grundwasserverhältnissen.
  • Nachhaltige Infrastrukturprojekte mit Fokus auf CO₂-Reduktion.


Germering RSS Wand und Baugrube

Projektüberblick – Germering Sanierung Pumpwerk Breslauer Straße
Im Zuge der Sanierung des Pumpwerks am östlichen Ende der Breslauer Straße in Germering wurde eine vollständig wasserdichte Baugrube für den Einbau mehrerer Schächte hergestellt.

Die Maßnahme erfolgte unter anspruchsvollen geotechnischen und hydrogeologischen Randbedingungen mit dauerhaft hohem Grundwasserstand.

Ziel war eine technisch sichere, verformungsarme und genehmigungsfähige Bauweise ohne Wasserhaltung auf Basis einer integrierten RSS-Flüssigbodenkonstruktion.
Besondere Herausforderungen
  • Dauerhaft hoher Grundwasserstand bereits ab ca. 1,4 m unter Geländeoberkante.
  • Aushubtiefen bis ca. 6,0–8,0 m mit Risiko von Grundbruch und hydraulischer Instabilität.
  • Ausschluss konventioneller Wasserhaltung aufgrund angrenzender Bebauung.
  • Stark durchlässige Böden mit kiesigen Anteilen.
  • Beengte innerstädtische Verhältnisse mit zahlreichen Bestandsleitungen.
  • Integration bestehender Leitungen in das Bauwerk.
  • Erfordernis einer wasserdichten Baugrube ohne Spundwände und Verankerungen.
  • Hohe Anforderungen an Umwelt-, Boden- und Grundwasserschutz.
  • Wirtschaftliche Einschränkungen hinsichtlich materialintensiver Bauweisen.
Technisches Lösungskonzept
  • Ausbildung einer kombinierten RSS-Flüssigbodenbaugrube aus Wand und Sohle.
  • Herstellung einer umlaufenden, wasserdichten RSS-Wand.
  • Ausbildung einer tragfähigen RSS-Sohle als Ersatz für Betonsohlen.
  • Integration temporärer HEB-Träger zur Sicherstellung der Bauzustandsstabilität.
  • Aushub innerhalb des RSS-Körpers unter kontrollierten Bedingungen.
  • Verzicht auf Grundwasserabsenkung und damit keine Beeinflussung der Umgebung.
  • Herstellung aus dem anstehenden Bodenmaterial ohne Bodenaustausch.
  • Rückbau der temporären Stahlträger nach Fertigstellung.
Fachplanerische Leistungen
  • FEM-basierte Berechnungen zur Bewertung von Gebrauchstauglichkeit und Tragfähigkeit.
  • Nachweis der Standsicherheit der Baugrube und der RSS-Wände.
  • Grundbruchnachweis der Baugrubensohle.
  • Abbildung aller Bauzustände von Herstellung bis Endzustand.
  • Einsatz geeigneter Stoffmodelle zur realitätsnahen Simulation.
  • Berücksichtigung von Baugrundschichtung und Grundwasserverhältnissen.
  • Hydrogeologische Bewertung konventioneller Alternativen.
  • Abstimmung mit Bauherr, Behörden und Umweltstellen.
FiFB-Leistungen
  • Entwicklung projektspezifischer Flüssigbodenrezepturen auf Basis des örtlichen Materials.
  • Einstellung mechanischer und hydraulischer Zielparameter.
  • Sicherstellung eines schwindungsarmen und setzungsfreien Materialverhaltens.
  • Nutzung des Flüssigbodens als tragendes und abdichtendes System.
  • Berücksichtigung der Wechselwirkungen zwischen Wand, Sohle und Baugrund.
  • Qualitätssicherung durch Probekörper, Dokumentation und Freigaben.
  • Nachweis der Umweltverträglichkeit und Einhaltung gesetzlicher Vorgaben.
FB-Anwendungsbereiche
  • Wasserdichte Baugruben bei hohem Grundwasserstand.
  • Pumpwerke, Schächte und Sonderbauwerke.
  • Innerstädtische Bauvorhaben mit beengten Platzverhältnissen.
  • Bauweisen ohne Wasserhaltung.
  • Ersatz konventioneller Verbausysteme.
  • Nachhaltige Infrastrukturprojekte mit Fokus auf Ressourcenschonung.


Offenburg Geoponton Gewässerquerung

Projektüberblick – Offenburg Kinzigquerung (Dükerung Fernwärmeleitung)
Im Zuge der geplanten Fernwärmetrasse in Offenburg wurde eine Dükerung unter der Kinzig im Bereich Messe / Burda realisiert.

Die Maßnahme umfasste sowohl die Flussquerung als auch die Deichdurchquerung unter hohen Anforderungen an Hochwasserschutz und Genehmigungsfähigkeit.

Ziel war die Entwicklung einer technisch sicheren, hydrogeologisch unkritischen und hochwasserrobusten Bauweise auf Basis der RSS-Flüssigbodentechnologie.
Besondere Herausforderungen
  • Bauen im und unter Wasser bei gleichzeitigem Erhalt des Hochwasserschutzes.
  • Deichfunktion als zwingende Randbedingung während aller Bauzustände.
  • Nachweis der hydrogeologischen Nicht-Nachteilhaftigkeit ohne relevante Stauwirkung.
  • Thermisch bedingte Zusatzbeanspruchung des Deichs durch die Fernwärmeleitung.
  • Hohe Anforderungen an Bauzustandssicherheit unter Hochwasserbedingungen.
  • Konventionelle Bauweisen technisch möglich, aber kostenintensiv und fehleranfällig.
  • Kombination komplexer Anforderungen aus Wasserbau, Geotechnik und Bauablauf.
Technisches Lösungskonzept
  • Einsatz einer integrierten RSS-Flüssigbodenbauweise für Düker und Deichquerung.
  • Herstellung eines RSS-Geopontons im Kontraktorverfahren.
  • Zweitaushub zur Herstellung eines trockenen Arbeitsraums.
  • Einbau und Positionierung der vormontierten Leitung.
  • Zweitverfüllung zur ringspaltfreien Bettung und Auftriebssicherung.
  • Auftriebssicherung über HEB-Träger mit späterer Rückgewinnung.
  • Einbau unter Wasser durch gezielte Einstellung der Materialeigenschaften.
  • Abschnittsweiser Rückbau des Geopontons und Wiederherstellung des Flussbetts.
  • Hochwasserrobuste Bauweise mit definierten Reaktionszeiten.
Fachplanerische Leistungen
  • Machbarkeitsstudie und Variantenvergleich verschiedener RSS-Lösungen.
  • Hydrogeologische Modellierung zur Bewertung möglicher Stauwirkungen.
  • Nachweis: nur lokaler Grundwasseranstieg ohne relevante Beeinflussung.
  • Statische Nachweise des RSS-Geopontons mittels FEM.
  • Thermomechanische Analyse der Deichstabilität.
  • Planung des Bauablaufs als getaktete Prozesskette.
  • Logistikplanung für kontinuierliche Materialversorgung.
  • Erstellung eines Hochwasserschutzkonzeptes.
FiFB-Leistungen
  • Entwicklung projektspezifischer Flüssigbodenrezepturen.
  • Definition verbindlicher Zielparameter und Toleranzen.
  • Einstellung der Materialeigenschaften für Einbau unter Wasser.
  • Sicherstellung pumpfähiger und stabiler Materialzustände.
  • Qualitätssicherung über definierte Prüf- und Kontrollsysteme.
  • Dokumentation und Überwachung der Herstellung.
FB-Anwendungsbereiche
  • Dükerungen und Flussquerungen von Fernwärmeleitungen.
  • Projekte mit Deichquerungen und Hochwasseranforderungen.
  • Bauvorhaben mit hydrogeologischen Nachweisanforderungen.
  • Anwendungen mit definierter hydraulischer Dichtwirkung.
  • Ersatz konventioneller Bauweisen.
  • Komplexe Infrastrukturprojekte im Wasserbau und Leitungsbau.


Lörrach Hangstabilisierung und Baugrubenverbau RSS Wand

Projektüberblick – Lörrach Neubau Hangstabilisierung mit RSS-Wand
Im Zuge eines Wohnbauprojekts in Lörrach wurde eine Baugrube mit angrenzender steiler Böschung hergestellt, deren Geometrie durch den Aushub maßgeblich verändert wurde.

Zur dauerhaften Sicherung kam eine RSS-Flüssigbodenwand als tragendes Stützsystem zum Einsatz.

Ziel war eine sichere, verformungsarme und platzoptimierte Hangsicherung unter anspruchsvollen geotechnischen Randbedingungen.
Besondere Herausforderungen
  • Bestehende Böschung mit ca. 60° Neigung, die durch den Aushub auf bis zu 77° erhöht wurde.
  • Baugrund aus kohäsionsarmen, schlecht verzahnten Auffüllungen über Tonstein.
  • Gefahr eines globalen Böschungsversagens bei ungünstigen Bauzuständen oder Erschütterungen.
  • Sehr beengte Platzverhältnisse mit eingeschränkten Möglichkeiten für konventionelle Stützbauwerke.
  • Nachweis der Standsicherheit und Gebrauchstauglichkeit in allen Bauzuständen.
  • Hohe Anforderungen an die Verformungsbegrenzung zum Schutz angrenzender Bereiche.
Technisches Lösungskonzept
  • Einsatz einer RSS-Flüssigbodenwand als monolithisches, tragendes Stützbauwerk.
  • Aktive Stabilisierung der Böschung statt rein passiver Sicherung.
  • Variantenuntersuchung zur optimalen Anpassung an Geometrie und Randbedingungen.
  • Teilweise Integration von HEB-300-Trägern im Abstand von ca. 2,0 m.
  • Herstellung der Wand unter Berücksichtigung des Bauablaufs mit sukzessivem Aushub.
  • Kombination von Stützfunktion, Lastabtragung und Verformungsbegrenzung in einem System.
Fachplanerische Leistungen
  • Numerische Analysen mittels FEM (PLAXIS 2D).
  • Abbildung aller Bauzustände von Herstellung über Aushub bis Endzustand.
  • Einsatz eines Mohr-Coulomb-Stoffmodells zur realistischen Abbildung des Materialverhaltens.
  • Nachweise der Gebrauchstauglichkeit (horizontale Verschiebung ca. 6 cm).
  • Nachweis der Standsicherheit im Grenzzustand der Tragfähigkeit.
  • Analyse und Bewertung möglicher Versagensmechanismen.
FiFB-Leistungen
  • Entwicklung der Flüssigbodenrezeptur für den Einsatz als tragendes Bauwerk.
  • Abstimmung der Materialparameter auf statische und geotechnische Anforderungen.
  • Sicherstellung eines homogenen, bodenähnlichen Tragverhaltens.
  • Unterstützung der FEM-Nachweisführung durch geeignete Materialkennwerte.
  • Anpassung der Materialeigenschaften an Bauablauf und Einbausituation.
FB-Anwendungsbereiche
  • Hang- und Böschungssicherungen im Hoch- und Ingenieurbau.
  • Ersatz konventioneller Stützkonstruktionen.
  • Projekte mit beengten Platzverhältnissen.
  • Baugrund mit heterogenen oder ungünstigen Eigenschaften.
  • Anwendungen mit hohen Anforderungen an Verformungsbegrenzung.


Landau Tunnelverfüllung

Projektüberblick – Verfüllung Fußgängertunnel Landau
In der Stadt Landau wurde ein bestehender Fußgängertunnel unter der Maximilianstraße vollständig zurückgebaut und hohlraumfrei verfüllt.

Der Tunnel erstreckt sich zwischen Hauptbahnhof und Innenstadt und weist eine Fläche von ca. 360 m² bei einer Höhe von rund 2,68 m auf.

Ziel war eine dauerhaft standsichere, setzungsarme und zugleich wiederaushubfähige Verfüllung unter Einsatz von RSS-Flüssigboden.
Besondere Herausforderungen
  • Hohlraumfreie Verfüllung eines komplexen Tunnelbauwerks mit mehreren Teilbereichen.
  • Dauerhafte Standsicherheit unter statischen und dynamischen Verkehrslasten.
  • Anforderungen an ein schwindungs- und setzungsfreies Material.
  • Formbeständigkeit gegenüber Druck- und Temperatureinwirkungen.
  • Schutz der bestehenden Bauwerksstruktur vor Korrosion und Verwitterung.
  • Integration und Sicherung vorhandener Einbauten während der Bauphase.
  • Gleichbleibende Materialeigenschaften trotz dynamischer Belastung.
Technisches Lösungskonzept
  • Verfüllung des Tunnelbauwerks mit RSS-Flüssigboden über ein Bohr- und Verpresssystem.
  • Herstellung mehrerer Bohrpunkte zur kontrollierten, abschnittsweisen Verfüllung.
  • Einbau mittels Pumptechnik und schlauchgeführter Einbringung.
  • Ausbildung eines wandernden Flüssigbodenkeils zur vollständigen Hohlraumverfüllung.
  • Ergänzende Verpressung zur Sicherstellung der vollständigen Dichtheit.
  • Kontinuierliche Kontrolle des Verfüllfortschritts.
  • Steuerung von Fließverhalten und Druckaufbau über die Einbautechnologie.
Fachplanerische Leistungen
  • Entwicklung eines vollständigen Verfüllkonzepts für das Tunnelbauwerk.
  • Definition der Zielparameter für bodenmechanische, technologische und Gebrauchseigenschaften.
  • Erstellung der Rezepturspezifikation auf Basis von Baugrund und Bauaufgabe.
  • Planung der Verfüll- und Verpressreihenfolge inklusive Bohrplan.
  • Integration logistischer Abläufe in die Fachplanung.
  • Erarbeitung eines Gütesicherungskonzeptes zur Qualitätssicherung.
FiFB-Leistungen
  • Entwicklung projektspezifischer Flüssigbodenrezepturen auf Basis der vorhandenen Böden.
  • Nachweis der erforderlichen Eigenschaften wie Druckfestigkeit und Durchlässigkeit.
  • Durchführung von Prüfkörperuntersuchungen zur Absicherung der Zielparameter.
  • Erstellung einer Rezepturmatrix für wechselnde Bodenverhältnisse.
  • Begleitende Qualitätssicherung während der Bauausführung.
  • Unterstützung bei der Umsetzung eines geschlossenen Gütesicherungssystems.
FB-Anwendungsbereiche
  • Verfüllung von Bestandsbauwerken und Hohlräumen.
  • Rückbau und Sicherung unterirdischer Infrastrukturen.
  • Innerstädtische Bauvorhaben mit hohen Anforderungen an Setzungsfreiheit.
  • Bauwerke unter Verkehrseinfluss mit dynamischer Belastung.
  • Projekte mit Fokus auf Kreislaufwirtschaft und CO₂-Reduktion.
  • Anwendungen mit Anforderungen an Wiederaushubfähigkeit und Dauerhaftigkeit.


Freiburg Dreisamquerung - Düker

Projektüberblick – Freiburg Dreisamquerung Düker (badenova)
Im Zuge des Ausbaus der Fernwärmeinfrastruktur in Freiburg wurde eine ca. 350 m lange Leitungstrasse realisiert, die den Fluss Dreisam mittels Düker unterquert.

Die Ausführung erfolgte unter anspruchsvollen Randbedingungen im Wasserbau, kombiniert mit hohen Anforderungen an die statische Einbindung der Verbundleitung.

Ziel war eine dauerhaft sichere Lagerung der Leitung unter Berücksichtigung definierter Reibkräfte sowie eine technisch und hydraulisch optimierte Einbettung mittels Flüssigboden.
Besondere Herausforderungen
  • Querung des Flusses Dreisam mittels Düker unter Wasserbedingungen.
  • Bau einer Fernwärmeleitung über ca. 350 m Trassenlänge.
  • Sicherstellung definierter Haft- und Gleitreibungswerte gemäß Vorgaben des Rohrherstellers.
  • Kombination aus statischen Anforderungen und hydraulischen Randbedingungen.
  • Notwendigkeit einer vollständig hohlraumfreien und homogenen Bettung.
  • Gewährleistung der Auftriebssicherheit der Leitung im Einbauzustand.
  • Anforderungen an ein gleichzeitig fließfähiges und standfestes Verfüllmaterial.
Technisches Lösungskonzept
  • Einsatz von pumpfähigem RSS-Flüssigboden mit hoher Fließfähigkeit.
  • Vollständige Rohrumhüllung zur Sicherstellung einer homogenen Bettung.
  • Einbau über Kontraktorverfahren in Kombination mit Geoponton in holländischer Bauweise.
  • Sicherstellung einer hohlraumfreien Verfüllung auch unter Wasser.
  • Gewährleistung definierter Reibungsbedingungen zwischen Rohr und Bettungsmaterial.
  • Nachweis der Auftriebssicherheit der Leitung.
  • Festlegung der Langzeiteigenschaften bereits im Rahmen der Rezepturerstellung.
Fachplanerische Leistungen
  • Erarbeitung einer projektspezifischen Rezepturspezifikation.
  • Definition aller technologisch relevanten Flüssigbodeneigenschaften.
  • Statische Nachweisführung für das RSS-System mittels FEM-basierter Berechnung.
  • Abstimmung der Materialparameter auf die Anforderungen der Rohrstatik und Reibung.
  • Integration der besonderen Randbedingungen aus Wasserbau und Einbauverfahren.
FiFB-Leistungen
  • Rezepturentwicklung auf Basis des örtlich vorhandenen Materials.
  • Nachweis der geforderten mechanischen und rheologischen Eigenschaften.
  • Sicherstellung der definierten Haft- und Gleitreibungsparameter.
  • Auslegung der Rezeptur auf die geforderten Langzeiteigenschaften.
  • Begleitende Überprüfung der Materialeigenschaften im Einbauzustand.
FB-Anwendungsbereiche
  • Fernwärmeleitungen.
  • Dükerbauwerke und Gewässerquerungen.
  • Einbauverfahren unter Wasser im Kontraktorverfahren.
  • Leitungsbau mit definierten Reibungsanforderungen.
  • Projekte mit hohen Anforderungen an Bettungsqualität und Hohlraumfreiheit.


Weser Bergland Bodenwerder-Ithbörde Baugrube

Projektüberblick – Bad Rappenau RSS-Wand und Flüssigbodenbaugrube
Im innerstädtischen Projekt Bad Rappenau wurde eine vollständig wasserdichte Baugrube unter anspruchsvollen Randbedingungen realisiert.

Die Besonderheit lag in der Kombination aus RSS-Wand und RSS-Flüssigboden zur Ausbildung eines geschlossenen Systems aus Wand und Sohle.

Ziel war eine technisch sichere, setzungsarme und platzoptimierte Bauweise – ohne Rückverankerungen und ohne klassische Wasserhaltung.
Besondere Herausforderungen
  • Grundwasser bis nahe Geländeoberkante bei gleichzeitig geforderter vollständiger Dichtheit.
  • Beengte innerstädtische Verhältnisse mit unmittelbarer Nachbarbebauung.
  • Hohe Anforderungen an Verformungs- und Setzungsbegrenzung.
  • Baugrubentiefen bis ca. 6,0 m bei begrenzter Wandstärke im Endzustand.
  • Vermeidung von Differenzsetzungen zum Schutz angrenzender Gebäude.
  • Verzicht auf Rückverankerungen aufgrund fehlender Eingriffsmöglichkeiten.
  • Ersatz klassischer Baugrubensicherungssysteme bei gleichzeitigem Platzgewinn.
  • Substitution konventioneller Wasserhaltung durch ein dichtes System.
Technisches Lösungskonzept
  • Herstellung einer umlaufenden RSS-Wand als dichte Baugrubenumschließung.
  • Nutzung des anstehenden Bodens zur Herstellung – kein Bodenaustausch erforderlich.
  • Initiale Wanddimensionierung (ca. 1,30 m) auf Basis von FEM-Analysen und Nachweisen.
  • Rückbau auf ca. 40 cm Wandstärke im Endzustand nach Herstellung der Baugrube.
  • Ausbildung einer wasserdichten RSS-Flüssigboden-Sohle.
  • Kombination von Wand und Sohle zu einem geschlossenen Baugrubensystem.
  • Nutzung der RSS-Wand als verlorene Schalung zur Platzoptimierung.
  • Rückgewinnung der Träger nach Fertigstellung.
Fachplanerische Leistungen
  • Statische Berechnungen und Nachweise auf Basis von FE-Modellen.
  • Integration maßgebender Materialparameter (E-Modul, Scherfestigkeit, Steifigkeit).
  • Berücksichtigung des Spannungs-Verformungs-Verhaltens und der Langzeitwirkung.
  • Abstimmung der Materialparameter auf Baugrund, Lasten und Randbedingungen.
  • Entwicklung einer sicheren Bauweise ohne Rückverankerung.
  • Planung einer platzoptimierten Lösung im innerstädtischen Umfeld.
FiFB-Leistungen
  • Rezepturentwicklung des RSS-Flüssigbodens auf Basis der Nachweise.
  • Prüfung der Zielparameter (Festigkeit, Verformung, Dauerhaftigkeit).
  • Anpassung der Rezeptur an die örtlichen Bodenverhältnisse.
  • Abstimmung zwischen Planung, Statik und Ausführung.
  • Sicherstellung der kurz- und langfristigen Materialeigenschaften.
  • Differenzierte Einstellung für Wand- und Sohlenbereiche.
FB-Anwendungsbereiche
  • Wasserdichte Baugruben im innerstädtischen Raum.
  • Projekte mit sensibler Nachbarbebauung.
  • Bauwerke bei hohem Grundwasserstand.
  • Ersatz klassischer Verbau- und Wasserhaltungssysteme.
  • Bauweisen ohne Rückverankerung.
  • Nutzung vorhandener Böden statt Bodenaustausch.
  • Platzoptimierte Bauweisen durch integrierte Systeme.


Bad Rappenau RSS Wand

Projektüberblick – Bad Rappenau RSS-Wand und Flüssigbodenbaugrube
Im Projekt Bad Rappenau wurde in einem innerstädtischen Umfeld mit dichter Nachbarbebauung eine vollständig wasserdichte Baugrube hergestellt.

Die Besonderheit lag in der Kombination aus RSS-Wand und RSS-Flüssigboden zur Ausbildung einer geschlossenen, dichten Baugrubenkonstruktion aus Wand und Sohle.

Ziel war es, eine technisch sichere, setzungsarme und platzoptimierte Bauweise zu realisieren – ohne Rückverankerungen und ohne klassische Wasserhaltung.
Besondere Herausforderungen
  • Herstellung einer wasserdichten Baugrube bei anstehendem Grundwasser bis nahe Geländeoberkante.
  • Extrem beengte innerstädtische Verhältnisse mit unmittelbar angrenzender Bestandsbebauung.
  • Hohe Anforderungen an Verformungs- und Setzungsnachweise.
  • Baugrubentiefen bis ca. 6,0 m bei gleichzeitig begrenzter Wandstärke im Endzustand.
  • Vermeidung jeglicher Differenzsetzungen zum Schutz der Nachbargebäude.
  • Verzicht auf Rückverankerungen, da kein Eindringen in Nachbargrundstücke zulässig war.
  • Substitution konventioneller Baugrubensicherungssysteme bei gleichzeitiger Platzoptimierung.
  • Ersatz klassischer Wasserhaltung durch eine vollständig dichte Baugrube.
Technisches Lösungskonzept
  • Herstellung einer umlaufenden RSS-Wand als wasserdichte Baugrubenumschließung.
  • Nutzung des örtlichen Bodens zur Herstellung der RSS-Wand und damit Verzicht auf Bodenaustausch.
  • Initiale Ausführung der RSS-Wand mit ca. 1,30 m Breite auf Basis von FEM-Analysen, geotechnischen Gutachten sowie Verformungs- und Setzungsnachweisen.
  • Nach Herstellung der Baugrubensicherung gezielter Rückbau der RSS-Wand auf eine freistehende Wand mit ca. 40 cm Wandstärke im Endzustand.
  • Herstellung einer wasserdichten RSS-Flüssigboden-Bodenplatte als Baugrubensohle.
  • Kombination von Wand und Sohle zu einer vollständig wasserdichten Baugrube.
  • Nutzung der RSS-Wand als verlorene Schalung für zusätzlichen Platzgewinn.
  • Rückgewinnung der HEB-Träger nach Fertigstellung durch das RSS-Wand-System.
Fachplanerische Leistungen
  • Durchführung der statischen Berechnungen und Sicherstellung der Standsicherheit mittels FE-Modell.
  • Berücksichtigung aller maßgebenden Materialparameter wie E-Modul, Scherfestigkeit, Steifigkeit und Spannungs-Verformungs-Verhalten.
  • Vollständige Integration der geotechnischen Daten in die Fachplanung.
  • Abstimmung und Anpassung der Materialparameter auf Basis des vorliegenden Baugrunds, der anzusetzenden Lasten und der Randbedingungen aus der Nachbarbebauung.
  • Entwicklung einer Bauweise ohne Rückverankerung bei gleichzeitig hoher Sicherheit und Platzoptimierung.
  • Einsatz von RSS-Flüssigboden als steuerbarer Baustoff auf Grundlage des RSS-Flüssigbodenverfahrens.
FiFB-Leistungen
  • Rezepturentwicklung des RSS-Flüssigbodens auf Basis der statischen und geotechnischen Nachweisführung.
  • Überprüfung der Zielparameter wie Spannungs-Verformungs-Verhalten, Scherfestigkeit sowie Kurz- und Langzeitstabilität.
  • Iterative Anpassung der Rezeptur an die örtlichen Bodenverhältnisse in enger Abstimmung mit Fachplanung und Statik.
  • Sicherstellung der Erreichung sowohl kurz- als auch langfristiger Eigenschaften des RSS-Flüssigbodens.
  • Präzise Abstimmung der Materialeigenschaften für Wand- und Sohlenbereiche.
FB-Anwendungsbereiche
  • Wasserdichte Baugruben im innerstädtischen und beengten Umfeld.
  • Bauvorhaben mit starker Nachbarbebauung und hohen Anforderungen an Setzungsminimierung.
  • Herstellung von Kellerbauwerken bei anstehendem Grundwasser.
  • Substitution von Bodenaustausch durch Nutzung des anstehenden Bodens.
  • Ersatz konventioneller Baugrubensicherungssysteme wie Bohrpfahl- oder Spundwände.
  • Projekte ohne Möglichkeit zur Rückverankerung.
  • Bauweisen mit Platzgewinn durch Nutzung der RSS-Wand als verlorene Schalung.
  • Substitution klassischer Wasserhaltung durch ein wasserdichtes Baugrubensystem.


Rasfeld Amprion 380kV

Projektüberblick – Amprion 380 kV Raesfeld
Im Zuge des Ausbaus der Höchstspannungsinfrastruktur wurde im Bereich Raesfeld ein rund 3,5 km langer Abschnitt einer 380-kV-Kabeltrasse zwischen den Kabelübergangsstationen Löchte und Diestegge realisiert.

Die Ausführung erfolgte als erdverlegte Kabelanlage im offenen Graben unter Einsatz der thermisch stabilisierenden RSS-Flüssigbodenbauweise.

Ziel war eine technisch optimierte, thermisch leistungsfähige und ressourcenschonende Bauweise unter Nutzung der anstehenden Böden als Baustoffsystem.
Besondere Herausforderungen
  • Heterogene Baugrundverhältnisse mit Sanden, Geschiebelehmen sowie tonigen und schluffigen Schichten.
  • Unterschiedliche Feuchtegehalte und Inhomogenitäten im Aushubmaterial.
  • Teilweise anthropogen überprägte Böden.
  • Mehrlagige Kabelschutzrohrsysteme im Kabelgraben.
  • Nachweis der Rohrstatik nach ATV A 127.
  • Sicherstellung der Auftriebssicherheit während des Einbaus.
  • Begrenzung der Rohrverformung und gleichmäßige Lastverteilung.
  • Dauerhafte und stabile Wärmeableitung bei hohen Kabeltemperaturen bis etwa 90 °C.
  • Vermeidung von Ringspalten und thermischen Schwachstellen.
  • Integration von Abfallvermeidung und Kreislaufwirtschaft in die Bauweise.
Technisches Lösungskonzept
  • Einsatz von thermisch stabilisierendem RSS-Flüssigboden auf Basis des örtlichen Bodenaushubs.
  • Aufbereitung, Homogenisierung und rezepturtechnische Einstellung des Materials.
  • Fließfähiger Einbau mit selbstverdichtender Rückverfestigung.
  • Vollständiger 360°-Rohrumschluss ohne Ringspalte.
  • Ausbildung einer homogenen, kohäsiven Bettungsmatrix.
  • Kombination mehrerer Funktionen: Bettung, Hüll- und Verfüllmaterial, thermisches Stabilisierungssystem, Lastverteilung und setzungsarmes Einbausystem.
  • Minimierung des Wärmeübergangswiderstands bei dauerhaft stabiler Wärmeleitfähigkeit.
Fachplanerische Leistungen
  • Geotechnische und statische Konzeption der Kabeltrasse.
  • Planung und Durchführung der Nachweise für Rohrstatik nach ATV A 127, Auftriebssicherheit, Verformungsverhalten, Grabenstandsicherheit und Setzungsverhalten.
  • Definition materialtechnischer Zielparameter wie Festigkeit, Steifigkeit und Wärmeleitfähigkeit.
  • Thermische Planung zur dauerhaften Sicherstellung der Wärmeabfuhr.
  • Einbindung der Anforderungen aus Kreislaufwirtschaftsgesetz und Bodenschutzrecht.
  • Ganzheitliche Planung unter Berücksichtigung von Geotechnik, Thermik, Bauablauf und Umweltaspekten.
FiFB-Leistungen
  • Laboruntersuchungen zur Bestimmung mechanischer Eigenschaften wie Druckfestigkeit, EV2-Modul und Reibungswinkel.
  • Festlegung und Kontrolle der Frisch- und Feststoffparameter wie Ausbreitmaß, Rohdichte und Wassergehalt.
  • Untersuchung der Wärmeleitfähigkeit und thermischen Stabilität.
  • Analyse des Wärmeübergangswiderstands und der Materialhomogenität.
  • Begleitende Qualitätssicherung und Dokumentation während der Bauausführung.
  • Sicherstellung langfristiger Materialeigenschaften durch gezielte Rezeptureinstellung.
FB-Anwendungsbereiche
  • 380-kV-Höchstspannungskabeltrassen.
  • Hochspannungsleitungen mit hohen thermischen Anforderungen.
  • Trassen mit heterogenen und schwierig verdichtbaren Böden.
  • Infrastrukturprojekte mit Fokus auf Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung.
  • Anwendungen mit Anforderungen an setzungsarme und homogene Bettung.
  • Großprojekte im Energienetz-Ausbau.


Offenbach 110kV Mainova Datencenter

Projektüberblick – Offenbach Main Datacenter (20 kV / 110 kV Stromtrassen)
Im Zuge der redundanten Stromversorgung für das Main Datacenter in Offenbach wurden drei Hochspannungstrassen mit 20 kV und 110 kV auf einer Gesamtlänge von ca. 825 m realisiert.

Die Trassen verlaufen im innerstädtischen Bereich entlang bestehender Infrastruktur und durch stark anthropogen geprägte Auffüllböden.

Die Ausführung erfolgte vollständig in thermisch stabilisierender RSS-Flüssigbodenbauweise unter Nutzung des örtlichen Aushubs. Ziel war eine technisch sichere, thermisch optimierte und ressourcenschonende Bauweise.
Besondere Herausforderungen
  • Innerstädtische Trassenführung mit engen Platzverhältnissen, unter anderem im Bereich von Sportflächen und Werksgeländen.
  • Heterogene Auffüllböden mit Fremdanteilen wie Schlacke, Bauschutt und Backsteinresten.
  • Teilweise belastete Böden der Klasse Z2 mit PAK und Schwermetallen.
  • Schlackevorkommen in sensiblen Trassenbereichen.
  • Grundwasser in relevanten Tiefenlagen.
  • Mehrlagige Leerrohrbündel mit unterschiedlichen Durchmessern.
  • Nachweis von Rohrstatik, Auftriebssicherheit und Verformungsverhalten unter Verkehrslasten.
  • Thermische Anforderungen an 20-kV- und 110-kV-Kabelsysteme.
  • Integration von Abfallvermeidung und Bodenschutz in die Bauweise.
Technisches Lösungskonzept
  • Einsatz von thermisch stabilisierendem RSS-Flüssigboden aus örtlichem Aushubmaterial.
  • Aufbereitung, Homogenisierung und rezepturtechnische Einstellung des Materials.
  • Fließfähiger Einbau mit definierter Rückverfestigung.
  • Vollständiger 360°-Rohrumschluss ohne Ringspalte.
  • Ausbildung einer kohäsiven und homogenen Bettungsmatrix.
  • Kombination mehrerer Funktionen: Bettung, Hüll- und Verfüllmaterial, thermische Stabilisierung, Lastverteilung und Setzungsminimierung.
  • Immobilisierung potenzieller Schadstoffe im Materialgefüge.
  • Reduzierung hydraulischer Durchlässigkeit bei gleichzeitig stabiler Wärmeabfuhr.
Fachplanerische Leistungen
  • Geotechnische und statische Konzeption der Trassenführung.
  • FEM-Berechnungen mit PLAXIS 2D zur Bewertung von Verformung und Standsicherheit.
  • Nachweise für Rohrstatik nach ATV A 127, Auftriebssicherheit und Grabenstandsicherheit.
  • Verformungsnachweise unter Verkehrslasten.
  • Thermische Planung zur Sicherstellung homogener Wärmeableitung.
  • Definition maßgebender Materialparameter wie Festigkeit, Steifigkeit und Wärmeleitfähigkeit.
  • Integration von Anforderungen aus Kreislaufwirtschafts- und Bodenschutzrecht.
FiFB-Leistungen
  • Laboruntersuchungen zur Bestimmung mechanischer Kennwerte, beispielsweise Druckfestigkeit und Verformungsmodul.
  • Festlegung thermischer Parameter mit Wärmeleitfähigkeiten über 1,5 W/m*K.
  • Untersuchung des Wärmeübergangswiderstands und der Materialhomogenität.
  • Modellierung der rheologischen Zustände von flüssig über plastisch bis fest.
  • Begleitende Qualitätssicherung und Dokumentation der Einbauparameter.
  • LAGA- und BBodSchV-Prüfungen zur Bewertung der Wiederverwendung belasteter Böden.
  • Kontrolle von Ausbreitmaß, Rückverfestigung und thermischer Stabilisierung.
FB-Anwendungsbereiche
  • Hoch- und Mittelspannungstrassen (20 kV / 110 kV).
  • Redundante Energieversorgungen, beispielsweise für Rechenzentren.
  • Innerstädtischer Leitungsbau mit komplexen Baugrundverhältnissen.
  • Projekte mit belasteten oder heterogenen Auffüllböden.
  • Thermisch optimierte Kabelsysteme.
  • Infrastrukturprojekte mit Fokus auf Abfallvermeidung und Kreislaufwirtschaft.


Frankfurt 110kV Mainova Riederwaldtunnel

Projektüberblick – Frankfurt 110 kV Trasse Riederwaldtunnel
Im Zuge der Baumaßnahme Riederwaldtunnel in Frankfurt am Main wurde eine ca. 1,89 km lange 110-kV-Höchstspannungstrasse realisiert.

Die Trasse verläuft im innerstädtischen Bereich entlang einer ehemaligen Bahntrasse und umfasst zahlreiche Querungen sowie komplexe Bauabschnitte.

Die Ausführung erfolgte abschnittsweise in thermisch stabilisierender RSS-Flüssigbodenbauweise, wobei auch belastete und heterogene Böden als Baustoff integriert wurden. Ziel war eine technisch optimierte, thermisch leistungsfähige und gleichzeitig ressourcenschonende Bauweise.
Besondere Herausforderungen
  • Innerstädtische Lage mit engen Platzverhältnissen und komplexer Trassenführung.
  • Querungen von Straßen, Bahntrassen per Microtunneling und bestehender Medieninfrastruktur.
  • Heterogene und teilweise kontaminierte Böden mit LAGA-Klassifizierung.
  • Unterschiedliche Grabengeometrien und abschnittsweise wechselnde Randbedingungen.
  • Mehrlagige 110-kV- und 30-kV-Kabelsysteme in Leerrohrbündeln.
  • Nachweis von Rohrstatik, Auftriebssicherheit und Standsicherheit des Grabens.
  • Verformungsnachweise unter Verkehrslasten und beim Verbauziehen.
  • Thermische Optimierung der Kabeltrasse bei minimiertem Wärmeübergangswiderstand.
  • Integration einer Abfallvermeidungsstrategie in den Bauprozess.
Technisches Lösungskonzept
  • Einsatz von thermisch stabilisierendem RSS-Flüssigboden aus örtlichem Aushubmaterial.
  • Separierung, Homogenisierung und Aufbereitung des Materials in einer mobilen Mischanlage.
  • Fließfähiger Einbau mit definierter Rückverfestigung.
  • Vollständiger 360°-Rohrumschluss ohne Ringspalte.
  • Ausbildung einer kohäsiven, homogenen Bettungsmatrix zur gleichmäßigen Lastverteilung.
  • Kombination mehrerer Funktionen: Bettung, Hüll- und Verfüllmaterial, thermische Stabilisierung, Lastverteilung und Setzungsminimierung.
  • Vermeidung hydraulischer Drainageeffekte bei gleichzeitig dauerhaft stabiler Wärmeabfuhr.
Fachplanerische Leistungen
  • Geotechnische und statische Konzeption der Trasse.
  • FEM-Berechnungen mit PLAXIS 2D zur Verformungs- und Standsicherheitsbewertung.
  • Nachweise für Rohrstatik nach ATV A 127, Auftriebssicherheit und Grabenstandsicherheit.
  • Thermische Planung auf Basis der Kabelstudie von DNV GL.
  • Definition der maßgebenden Materialparameter, etwa Festigkeit, Steifigkeit und Wärmeleitfähigkeit.
  • Einbindung bodenschutz- und abfallrechtlicher Anforderungen nach KrWG und BBodSchG.
  • Ganzheitliche Planung unter technischen, rechtlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten.
FiFB-Leistungen
  • Laboruntersuchungen zur Bestimmung mechanischer Kennwerte, zum Beispiel Druckfestigkeit und Verformungsmodul.
  • Festlegung und Prüfung thermischer Parameter mit Lambda-Werten über 1,5 W/m*K.
  • Untersuchung des Wärmeübergangswiderstands und der Materialhomogenität.
  • Modellierung der rheologischen Zustände von flüssig über plastisch bis fest.
  • Begleitende Qualitätssicherung und Dokumentation der Einbauparameter.
  • LAGA- und BBodSchV-Prüfungen zur Bewertung der Wiederverwendbarkeit des Aushubs.
  • Kontrolle von Ausbreitmaß, Rückverfestigung und thermischer Stabilisierung.
FB-Anwendungsbereiche
  • 110-kV- und 30-kV-Kabeltrassen.
  • Innerstädtischer Leitungsbau mit komplexen Randbedingungen.
  • Thermisch optimierte Hochspannungssysteme.
  • Projekte mit heterogenen oder belasteten Böden.
  • Infrastrukturmaßnahmen mit Fokus auf Abfallvermeidung und Kreislaufwirtschaft.
  • Großprojekte mit hohen Anforderungen an Geotechnik, Thermik und Baustellenlogistik.


Tennet 110 kV Bremen

Projektüberblick – TenneT 110 kV Bremen – Umspannwerk Farge
Im Zuge von Netzausbaumaßnahmen wurde im Raum Bremen am Umspannwerk Farge eine 110-kV-Kabeltrasse zur Anbindung an die bestehende Netzstruktur realisiert.

Die Ausführung erfolgte als erdverlegte Kabelanlage im offenen Graben unter Einsatz von thermisch stabilisierendem RSS-Flüssigboden.

Ziel war es, eine dauerhaft stabile, thermisch leistungsfähige und ressourcenschonende Kabelbettung zu schaffen, die den örtlichen Boden nutzt und Transport- sowie Entsorgungsaufwand minimiert.
Besondere Herausforderungen
  • Heterogene Baugrundverhältnisse mit wechselnden Korngrößen, bindigen Anteilen und Auffüllungen.
  • Unterschiedliche Wassergehalte im Aushubmaterial.
  • Vermeidung von umfangreichem Bodenaustausch bei konventioneller Bauweise.
  • Sicherstellung der Rohrstatik und Begrenzung von Verformungen.
  • Gleichmäßige Lastverteilung im Kabelgraben.
  • Gewährleistung der Auftriebssicherheit während der Bauphase.
  • Dauerhaft stabile Wärmeableitung der Hochspannungskabel.
  • Vermeidung von Ringspalten und thermischen Schwachstellen.
Technisches Lösungskonzept
  • Einsatz von RSS-Flüssigboden auf Basis des örtlichen Aushubbodens.
  • Aufbereitung und rezepturtechnische Einstellung des Materials.
  • Fließfähiger Einbau mit selbstverdichtender Rückverfestigung.
  • Vollständiger 360°-Rohrumschluss ohne Ringspalte.
  • Homogene Bettungsmatrix für gleichmäßige Lastverteilung.
  • Kombination mehrerer Funktionen: Bettung, Hüllmaterial, Verfüllung, Lastverteilung und thermische Stabilisierung.
Fachplanerische Leistungen
  • Analyse der Baugrundverhältnisse und Bewertung der Eignung der Böden.
  • Entwicklung eines projektspezifischen Bau- und Materialkonzepts.
  • Planung der Rohrstatik und der mechanischen Anforderungen.
  • Definition der thermischen Anforderungen an die Kabelbettung.
  • Ausarbeitung der Bauweise für eine sichere und wirtschaftliche Umsetzung.
  • Konzeption der Qualitätssicherung gemäß technischer Richtlinie Flüssigboden.
FiFB-Leistungen
  • Durchführung von Laboruntersuchungen zur Bestimmung mechanischer Eigenschaften, zum Beispiel Verformungsmodul und Druckverhalten.
  • Untersuchung der Wärmeleitfähigkeit mit Werten von ca. λ ≈ 1,28 – 2,05 W/mK.
  • Bewertung der thermischen Stabilität und Feuchtebeständigkeit.
  • Analyse des Wärmeübergangswiderstands und der Materialhomogenität.
  • Begleitende Eigen- und Fremdüberwachung während der Bauausführung.
  • Prüfung der Einbauparameter sowie Dokumentation.
FB-Anwendungsbereiche
  • 110-kV-Hochspannungskabeltrassen.
  • Anschlussleitungen von Umspannwerken.
  • Kabelgräben mit heterogenen Baugrundverhältnissen.
  • Thermisch optimierte Kabelbettungen.
  • Infrastrukturprojekte mit Fokus auf Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft.


Tennet Umspannwerk Audorf (220 kV / 380 kV)

Projektüberblick – TenneT Umspannwerk Audorf (220 kV / 380 kV)
Im Zuge von Netzausbaumaßnahmen wurde im Bereich des Umspannwerks Audorf die Verbindung zwischen einer bestehenden 220-kV- und einer neuen 380-kV-Schaltanlage hergestellt.

Dazu wurden mehrere erdverlegte Hochspannungskabelsysteme inklusive Kabelschutzrohre im offenen Kabelgraben realisiert. Die Umsetzung erfolgte unter Einsatz der thermisch stabilisierenden RSS-Flüssigbodenbauweise.

Ergänzend wurde ein Verfüllversuch für Leerrohrsysteme durchgeführt, um die Eignung des Verfahrens unter realen Baustellenbedingungen zu demonstrieren.
Besondere Herausforderungen
  • Herstellung einer leistungsfähigen Verbindung zwischen 220-kV- und 380-kV-Systemen.
  • Sicherstellung einer dauerhaft stabilen Wärmeableitung der Hochspannungskabel.
  • Vermeidung von thermischen Hotspots innerhalb der Kabeltrasse.
  • Setzungsarme und homogene Lagerung der Kabelschutzrohre.
  • Minimierung von Setzungsdifferenzen zwischen Graben und Umfeld.
  • Sicherstellung der Auftriebssicherheit der Rohrsysteme während des Einbaus.
  • Umgang mit wechselnden Bodenverhältnissen und Feuchten.
  • Nachhaltige Wiederverwendung des anfallenden Bodens.
Technisches Lösungskonzept
  • Einsatz von thermisch stabilisierendem RSS-Flüssigboden als fließfähiger Baustoff.
  • Vollständige Einbettung der Kabelschutzrohre (360°-Umschluss) ohne Ringspalte.
  • Selbstverdichtende Verfüllung ohne mechanische Verdichtung.
  • Gleichmäßige Lastverteilung im Kabelgraben.
  • Kombination mehrerer Funktionen: Bettung, Hüllmaterial, Verfüllung, Lastverteilung und thermische Stabilisierung.
  • Temporäre Auftriebssicherung der Rohrsysteme während des Einbaus.
  • Kontinuierlicher, energiearmer Einbau zur Sicherstellung homogener Materialstruktur.
Fachplanerische Leistungen
  • Geotechnische Konzeption der Flüssigbodenbauweise.
  • Entwicklung projektspezifischer Flüssigbodenrezepturen.
  • Erstellung statischer Nachweise für Rohrsysteme.
  • Planung und Nachweis der Auftriebssicherheit während des Einbaus.
  • Durchführung thermischer und bodenmechanischer Nachweise.
  • Konzeption des Bauablaufs inkl. Einbau- und Sicherungsmaßnahmen.
  • Fachliche Begleitung der Ausführung inklusive Baustellen-Coaching.
  • Planung und Auswertung des Verfüllversuchs für Leerrohrsysteme.
FiFB-Leistungen
  • Laboruntersuchungen zur Bestimmung mechanischer Eigenschaften (z. B. Druckfestigkeit, Verformungsverhalten).
  • Prüfung der Tragfähigkeit und Setzungseigenschaften des Flüssigbodens.
  • Wärmeleitfähigkeitsbewertung und thermische Nachweise.
  • Analyse der langfristigen thermischen Stabilität und Feuchtebeständigkeit.
  • Qualitätssicherung durch Probennahme, Prüfungen und Dokumentation.
  • Untersuchung des Einbauverhaltens sowie der Auftriebskräfte im Rahmen des Verfüllversuchs.
  • Bewertung der Materialhomogenität und des Rückverfestigungsverhaltens.
FB-Anwendungsbereiche
  • Hochspannungskabeltrassen (220 kV / 380 kV).
  • Verbindung von Umspannwerken und Netzknoten.
  • Thermisch optimierte Kabelbettungen.
  • Projekte mit Anforderungen an setzungsarme Bauweise.
  • Anwendungen mit komplexen Bauabläufen und Auftriebssicherung.
  • Nachhaltige Infrastrukturprojekte mit Fokus auf Kreislaufwirtschaft.


Osterrath Amprion 380kV und 110kV

Projektüberblick – Amprion 380 kV Osterrath Pilotstrecke
Im Rahmen der Netzinfrastrukturmaßnahmen (EnLAG) wurde im Bereich Osterrath eine Pilotkabelstrecke zur Untersuchung geeigneter Bettungsmaterialien für Hochspannungskabelsysteme realisiert. Ziel war es, thermisch stabilisierenden RSS-Flüssigboden als Bettungs- und Verfüllmaterial zu testen und systematisch mit konventionellen Sandbettungen zu vergleichen.

Das Projekt hatte Forschungs- und Demonstrationscharakter und diente insbesondere dazu, das mechanische, thermische und langfristige Verhalten des Materials unter realen Bedingungen zu bewerten.
Besondere Herausforderungen
  • Nachweis der Eignung eines neuen Bettungsmaterials für Hochspannungskabel.
  • Bewertung der Wärmeleitfähigkeit und thermischen Stabilität über verschiedene Temperaturbereiche.
  • Untersuchung des Wärmeübergangswiderstands zwischen Kabel und Bettungsmaterial.
  • Sicherstellung eines setzungsarmen und stabilen Langzeitverhaltens.
  • Analyse der Interaktion zwischen Kabelschutzrohr und Bettungsmaterial.
  • Vergleich mit konventionellen Sandbettungen unter realen Einbaubedingungen.
Technisches Lösungskonzept
  • Einsatz von thermisch stabilisierendem RSS-Flüssigboden als zeitweise fließfähiger Baustoff.
  • Fließfähiger Einbau zur Herstellung eines vollständigen 360°-Rohrumschlusses.
  • Vermeidung von Ringspalten und damit Reduzierung des Wärmeübergangswiderstands.
  • Keine mechanische Verdichtung erforderlich – homogene Materialstruktur.
  • Gleichmäßige Lastverteilung im Kabelgraben.
  • Kombination mehrerer Funktionen: Bettung, Hüllmaterial, Verfüllmaterial, Lastverteilung und thermische Stabilisierung.
Fachplanerische Leistungen
  • Konzeption und Planung der Pilotstrecke als Versuchsaufbau.
  • Definition der zu untersuchenden materialtechnischen Parameter.
  • Entwicklung von Untersuchungs- und Bewertungsmethoden für thermische und mechanische Eigenschaften.
  • Planung der Qualitätssicherung inklusive Fremdüberwachung und Laborprüfungen.
  • Analyse und Bewertung der Ergebnisse im Vergleich zu klassischen Bettungsmaterialien.
  • Ganzheitliche Betrachtung von Materialverhalten, Einbau und Langzeitperformance.
FiFB-Leistungen
  • Durchführung umfassender Laboruntersuchungen, unter anderem zu Druckfestigkeit, Verformungsmodul und Wärmeleitfähigkeit.
  • Wärmeleitfähigkeitsmessungen gemäß EN 12667 mit Werten von ca. λ ≈ 1,28 – 2,05 W/mK.
  • Untersuchung des Einflusses von Materialhomogenität und Feuchteverhältnissen.
  • Analyse des Wärmeübergangswiderstands zwischen Rohr und Bettungsmaterial.
  • Begleitende Qualitätssicherung und Fremdüberwachung während der Bauausführung.
  • Bewertung des Langzeitverhaltens und der thermischen Stabilität.
FB-Anwendungsbereiche
  • Hochspannungskabeltrassen in Pilot- und Großprojekten.
  • Thermisch optimierte Kabelbettungen.
  • Forschungs- und Demonstrationsprojekte im Bereich Netzinfrastruktur.
  • Anwendungen mit hohen Anforderungen an Langzeitstabilität und Setzungsfreiheit.
  • Projekte mit Fokus auf nachhaltige Bauweise und Wiederverwendung von Böden.


Amprion Frankfurt Kelsterbach 420kV

Projektüberblick – Amprion 420 kV Kelsterbach – Siemens
Im Zuge des Ausbaus der Höchstspannungsinfrastruktur im Rhein-Main-Gebiet wurde eine 420-kV-Hochspannungskabelverbindung zwischen der Siemens-Schaltanlage und dem Umspannwerk Kelsterbach realisiert. Ziel war die Netzverstärkung und Sicherstellung einer leistungsfähigen Energieübertragung.

Für die Bettung und Verfüllung der Kabelschutzrohrsysteme kam thermisch stabilisierender RSS-Flüssigboden zum Einsatz. Neben der mechanischen Stabilität stand insbesondere die thermische Optimierung der Kabeltrasse im Fokus. Gleichzeitig ermöglichte das Verfahren die Wiederverwendung der anfallenden Böden und reduzierte den Ressourcenverbrauch.
Besondere Herausforderungen
  • Sicherstellung einer dauerhaft stabilen Wärmeableitung bei Hochspannungskabeln.
  • Vermeidung von Ringspalten zwischen Rohr und Bettungsmaterial.
  • Minimierung von Setzungen und Umlagerungen im Kabelgraben.
  • Gleichmäßige mechanische Lagerung der Kabelschutzrohre.
  • Heterogene Baugrundverhältnisse (sandig, schluffig, kiesig, teilweise bindig).
  • Nachhaltige Wiederverwendung des anfallenden Bodens.
Technisches Lösungskonzept
  • Einsatz von thermisch stabilisierendem RSS-Flüssigboden als zeitweise fließfähiger Baustoff.
  • Fließfähiger Einbau für vollständigen 360°-Rohrumschluss ohne Ringspalte.
  • Keine Verdichtung erforderlich → homogene Lagerung.
  • Gleichmäßige Lastverteilung entlang der Kabeltrasse.
  • Kombination mehrerer Funktionen: Bettung, Hüllmaterial, Verfüllung, Lastverteilung und thermische Stabilisierung.
Fachplanerische Leistungen
  • Entwicklung eines Bettungs- und Verfüllsystems für 420-kV-Kabeltrassen.
  • Analyse der Baugrundverhältnisse und Bewertung der Eignung der anstehenden Böden.
  • Definition mechanischer und thermischer Anforderungen.
  • Planung der Rezepturparameter zur gezielten Einstellung von Tragfähigkeit und Verformungsverhalten.
  • Konzeption der Qualitätssicherung inkl. Labor- und Felduntersuchungen.
  • Bewertung der Langzeitstabilität von thermischen und mechanischen Eigenschaften.
FiFB-Leistungen
  • Rezepturentwicklung auf Basis der anstehenden Böden.
  • Laboruntersuchungen (Druckfestigkeit, Konsistenz, Sieblinie, thermische Eigenschaften).
  • Herstellung und Prüfung von Probekörpern.
  • Begleitende Qualitätssicherung während der Ausführung.
  • Langzeituntersuchungen zur thermischen Stabilität (λ ≈ 1,2 – 2,0 W/mK).
  • Bewertung von Wärmeübergang und Materialhomogenität.
FB-Anwendungsbereiche
  • Hochspannungskabeltrassen (bis 420 kV).
  • Thermisch optimierte Kabelgräben.
  • Infrastrukturprojekte mit Fokus auf nachhaltige Bauweise.
  • Trassen mit sensiblen Baugrundverhältnissen.
  • Anwendungen mit Anforderungen an homogene Lastverteilung und Setzungsminimierung.


Nürnberg 110kV

Projektüberblick – 110 kV Neuverlegung in Nürnberg
Im Zentrum Nürnbergs wurden zwei 110-kV-Systeme auf einer Strecke von über 4 Kilometern neu verlegt. Die innerstädtische Lage mit beengten Baufeldern und zahlreichen Kreuzungen stellte hohe Anforderungen an Bauablauf, Dauerhaftigkeit und Betriebssicherheit. Entscheidend war ein Bettungsmaterial, das nicht nur verfüllt, sondern Wärme sicher abführt, dauerhaft funktionsfähig bleibt und im Störungsfall wieder entfernt werden kann.
Besondere Herausforderungen
  • Neuverlegung von zwei 110-kV-Trassen im innerstädtischen Raum über mehr als 4 km – mit vielen Querungen und sehr engen Platzverhältnissen.
  • Das Bettungs-/Verfüllmaterial muss Wärme aus dem Kabelsystem zuverlässig ableiten.
  • Dauerhaft ringspaltfrei, damit der Wärmeübergangswiderstand nicht ansteigt.
  • Restelastisch, um keinen „Fremdkörper“ im Straßenaufbau zu bilden.
  • Bei erhöhten Temperaturen (Störfall) darf keine schädliche Austrocknung auftreten.
  • Wieder lösbar, um im Störungsfall Rückbau und Freilegung zu ermöglichen.
  • Gleichbleibende Langzeiteigenschaften für einen sicheren Betrieb.
Technisches Lösungskonzept
  • Rezepturentwicklung auf Basis der abzuführenden Wärmelast und des standortspezifischen Ausgangsmaterials.
  • Nachweis der Wärmeabfuhr über ein Temperaturfeldmodell.
  • Taktweise Bauausführung im Stadtgebiet zur Beschleunigung und zur Reduktion von Eingriffsdauer.
  • Optimierung von Grabenbreiten und Bauablauf zur Verkürzung der Bauzeit.
  • Festlegung der Langzeiteigenschaften bereits im Rahmen der Rezepturspezifikation.
Fachplanerische Leistungen
  • Erstellung einer Rezepturspezifikation zur Definition der technologisch relevanten Flüssigbodeneigenschaften.
  • Aufbau des Temperaturfeldmodells inkl. externer Prüfung zur Vermeidung von Überhitzungen – auch in Extremsituationen.
  • Festlegung der Stoffströme und Abstimmung mit Behörden zur Abfallvermeidung und zur Herstellung des Flüssigbodens.
  • Ausarbeitung der innerstädtischen Bauweise (Hilfsmittel, Engstellen, Querungen, Kreuzungen, Umgang mit Bebauung).
  • Ausschreibung der Maßnahme in Flüssigbodentechnologie gemeinsam mit N-Ergie.
FiFB-Leistungen
  • Projektbezogene Rezepturspezifikation mit Fokus auf Wärmeleitfähigkeit, Ringspaltfreiheit, Restelastizität und Rückbaubarkeit.
  • Thermischer Nachweis per Temperaturfeldmodell inkl. unabhängiger Plausibilisierung/Prüfung.
  • Definition der Material- und Stoffströme zur Sicherstellung einer kreislauforientierten Umsetzung.
  • Begleitende Qualitätssicherung zur Stabilität der Eigenschaften über den gesamten Bauablauf.
  • Unterstützung der Ausschreibung und technischen Beschreibung der Flüssigbodenbauweise.
FB-Anwendungsbereiche
  • 110-kV-Systeme / Hochspannungstrassen
  • Bettung und thermisch optimierte Einbettung von Erdkabeln
  • Nachweis der abzuführenden Wärmemenge
  • Temperaturfeldmodelle und thermische Auslegung


Freiburg Dreisamquerung

Projektkontext – Dreisam-Querung Freiburg
Im Projekt „Dreisam-Querung“ wurden Fernwärme- und Trinkwasserleitungen als Düker unter der Dreisam und durch bestehende Hochwasserdeiche geführt. Klassische Bauweisen waren aufgrund hydraulischer, ökologischer und deichrechtlicher Randbedingungen nur eingeschränkt umsetzbar.
Besondere Herausforderungen
  • Keine Wasserhaltung und keine Veränderung der Abflussdynamik.
  • Kein Aufstau im Flussquerschnitt zulässig.
  • Schließbarkeit von Deicheingriffen innerhalb von 3 Stunden im Hochwasserfall.
  • Dauerhafte Deichstabilität trotz thermischer Längenänderungen der Leitungen.
  • Nicht befahrbare Deichbereiche.
  • Rechtssichere Umsetzung unter Umwelt- und Bodenschutzvorgaben.
Technische Lösung
Umsetzung einer integrierten RSS-Flüssigbodenbauweise mit durchgehendem Geoponton.
  • Monolithischer Flüssigbodenblock über den gesamten Arbeitsbereich.
  • Einbau im Kontraktorverfahren unter Wasser.
  • Dokumentierte Rückverfestigungsphase (ca. 4–7 Tage).
  • Prozessintegrierte Leitungspositionierung und Zweitverfüllung.
  • Minimierte Auswaschung und vollständige Deichwiederherstellung.
Fachplanerische Leistungen
  • Hydrogeologischer Nachweis eines vernachlässigbaren Grundwasseranstiegs.
  • FE-basierte statische Bemessung.
  • Standortspezifische Rezepturentwicklung.
  • Definition langfristiger Trag- und Verformungseigenschaften.
  • Behördenabstimmung und Genehmigungsintegration.
FiFB-Leistungen
  • Rezepturspezifikation für Geoponton und Zweitverfüllung.
  • Wiederverwertung des Aushubs als Baustoff.
  • Bindemittelanteil < 3 % (BCE/CaO).
  • Dokumentierte Qualitätssicherung.
Typische Anwendungsfelder
  • Gewässerquerungen ohne Stauwirkung.
  • Deich- und Hochwasserschutzbereiche.
  • Fernwärme- und Trinkwassertrassen.
  • Ökologisch sensible Bauvorhaben.


Nikolaikirche Leipzig –Fundamentschutz mit RSS Flüssigboden

Projektkontext – Nikolaikirche Leipzig
Die Nikolaikirche Leipzig zählt zu den bedeutendsten denkmalgeschützten Bauwerken Deutschlands. Im Fundamentbereich führte dauerhaft anstehendes Schichtenwasser zu Durchfeuchtung, Salzverlagerungen und einer schrittweisen Schwächung der historischen Mörtelstrukturen – mit langfristigen Auswirkungen auf die Tragfähigkeit.
Technische und bauliche Herausforderungen
  • Hydraulische Sicherung des historischen Mauerwerks ohne vollständige Feuchteabschottung.
  • Aufrechterhaltung der Standsicherheit während abschnittsweiser Freilegung.
  • Schutz vor verkehrsbedingten Schwingungen und Baustellenerschütterungen.
  • Uneinheitliche Fundamentstrukturen aus Naturstein, Ziegel und historischen Erweiterungen.
  • Begrenzte innerstädtische Platzverhältnisse bei laufendem Kirchenbetrieb.
  • Archäologische Begleitung mit möglichen Bauunterbrechungen.
Ingenieurtechnisches Konzept
  • Freilegung der Fundamente im taktvorgegebenen Pilgerschrittverfahren.
  • Ausbildung eines geschlossenen, kraftschlüssig angebundenen Flüssigbodenblocks.
  • Hydraulische Sperrwirkung gegen seitlich anströmendes Schichtenwasser.
  • Schwindungsfreie Rückverfestigung mit statischer Stützfunktion.
  • Schwingungsentkopplung gegenüber äußeren dynamischen Einwirkungen.
  • Integration in die natürliche dichte Lehmschicht zur dauerhaften Abdichtung.

Die spezifischen Materialparameter (kf < 10⁻⁸ m/s, feuchtegepufferter Zustand) ermöglichen eine kontrollierte Reduzierung der Durchfeuchtung, ohne das historische Mauerwerk auszutrocknen.

Fachplanerische Leistungen
  • Statische Nachweise für sämtliche Bauzustände einschließlich temporärer Freilegungen.
  • Bemessung der lastabtragenden Funktion des Flüssigbodenkörpers.
  • Hydrogeologische Bewertung der Wasserführung und Abdichtungswirkung.
  • Entwicklung eines phasenweisen Bauablaufs unter Berücksichtigung archäologischer Funde.
  • Koordination denkmalrechtlicher, verkehrssicherungsrechtlicher und betrieblicher Anforderungen.
FiFB-spezifische Umsetzung
  • Projektbezogene Rezepturentwicklung mit definierten hydraulischen und mechanischen Zielwerten.
  • Einstellung kontrollierter Steifigkeit und Haftreibung zum Mauerwerk.
  • Spannungsarme Lastumlagerung durch bodenähnliches Materialverhalten.
  • Qualitätssicherung über Eigen- und Fremdüberwachung.
  • Langzeitbewertung der Materialeigenschaften hinsichtlich Dauerhaftigkeit und Schutzwirkung.
Typische Einsatzfelder
  • Fundamentsanierung im Denkmalschutz.
  • Hydraulische Sicherung historischer Bauwerke.
  • Statische Stabilisierung sensibler Bestandsstrukturen.
  • Schwingungsentkopplung in innerstädtischen Lagen.
  • Komplexe Bauprojekte mit hohen technischen und kulturellen Anforderungen.


2023 Gründungsplatte

Erstellung einer Gründungsplatte im Heizhaus des Klinikums St. Georg, Leipzig bei schwierigem Untergrund und beengten Platzverhältnissen. Einbau unter Wasser.

 

Bauherr: St. Georg Unternehmensgruppe

Modellierung:  Flüssigboden Engineering GmbH

Hersteller Flüssigboden: Roba Transportbeton GmbH, Leipzig

Projektleiter I pro K Ingenieugesellschaft mbH

Rezepturerstellung, Fremdüberwacher: FiFB GmbH


Download
Gründungsplatte St. Georg
Einsatz RSS-Flüssigboden als Gründungsplatte
Wärmespeicher auf RSS FB und darunter we
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2023 Verdämmung Leerrohrpaket unter Bahngleisen

Verdämmung RSS Flüssigboden mittels Mastpumpe unter Bahngleisen. Gewährleistung der optimalen Rohrbettung zur Wärmeableitung der 110 kV Leitungen. Minimale Pumpendrücke zwecks Schonung der Leerrohre.

  • Länge unter den Gleisen: 23 m
  • Durchlassöffnungen im Bereichder Abstandshalter: wenige cm
  • Druck Mastpumpe: 2-3 bar

 

Bauherr: N-ERGIE netz

Fachplanung:  Logic Logistic Engineering GmbH

Hersteller Flüssigboden: Heidelberger Beton GmbH, Werk Großgründlach

Rezepturerstellung, Fremdüberwacher: FiFB GmbH